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Wiedersehen mit Groß-Krössin
4.- 11. Juni 1994
Groß-Krössin heute - und damals
Seit Jahren hege ich den Wunsch, einmal mein Ferienparadies, die Heimat meiner Mutter, wiederzusehen. Endlich ist es soweit, endlich! Vetter Rudi Dorow organisierte die dritte Busreise nach Groß-Krössin. Mein Mann Willi begleitet mich. Ich freue mich und bin sehr gespannt.
Was erwartet mich??
Meine Gedanken gehen fünfzig Jahre zurück.
Am 11. August 1944 verstarb mein Großvater. Wir, meine Mutter, Ewald, Klein-Angelika und ich, sogar mein Bruder fahren zur Beisetzung.
Hermann hat einige Tage Sonderurlaub. Es sollte das letzte Wiedersehen mit meinem Bruder sein. Als wir mit der Kutsche zur Abreise zum Bahnhof Villnow gebracht wurden, war Hermann auf dem Feld und bearbeitete mit dem Pflug und zwei Pferden das Land. Er kam zur Chaussee, wir verabschiedeten uns, und er verschwand mit den Pferden hinter einem Hügel. Ein Bild, das ich in der Vergangenheit oftmals vor Augen hatte und nie vergessen werde!
Gerne wäre er Agrarwirt geworden. Nach seinem Abitur hatte er sich in der Landwirtschaftlichen Hochschule Stettin immatrikuliert. Das Schicksal wollt es anders, ganz anders!
Wir wohnen im Hotel "Polanin" in Bad Polzin, ein ehemals sehr geschätzter Bade- und Kurort (Moorbäder, Mineralquellen) im Kreis Belgard. Heute ist es trostlos und ungepflegt.
Meine Großmutter Anna Fritzke, geborene Mundt, ist hier geboren und als Kind nach Berlin gezogen.-
Von hier aus unternehmen wir Tagestouren.
Unsere erste Fahrt - wie könnte es anders sein - geht nach Groß-Krössin, heute Krosino. Wir fahren über die Persantebrücke (vor Jahren neu erbaut) halten da und steigen aus. Der Bus fährt ins Dorf bis zu Sendelbachs. Wie hat sich das Flussbett der Persante verändert! Es ist bedeutend schmaler geworden, die Ufer sind mit hohen Sträuchern bewachsen. Immer wieder schaue ich von der Brücke hinunter, und Erinnerungen werden wach. Einst haben wir hier gebadet. Ein wirkliches Sommervergnügen. Nun gehen wir ins Dorf. Rechts liegt der Friedhof. Die Polen haben ihn neu angelegt vor Jahrzehnten und gut gepflegt (ihren Verhältnissen entsprechend.).
Dann stehe ich vor der Kirche. Es darf nicht wahr sein! Diese einst so schmucke Kirche im Fachwerkbau mit Glockenturm. Man hat das Mauerwerk einfach grau verputzt. Die Glocke hängt in einem Holzgerüst, das neben der Kirche steht. Der Küster läutet gerade zur Sonntagsmesse. Damals gab es nur Protestanten, heute ist alles katholisch. Der Innenraum ist gepflegt und festlich geschmückt. Vor einer Woche war für die Kinder die Feier der ersten heiligen Kommunion.
Große schöne Linden stehen vor und hinter der Kirche. Ich nehme einige Blätter mit, um sie zu pressen.
Auch hier gehen meine Gedanken zurück: 6. Juli 1934. Tante Gertrud und Onkel Fritz heiraten. Der lange Hochzeitszug, voran die Musikanten, führt durch das Dorf zur feierlich geschmückten Kirche. Herrliches Sommerwetter! Der liebe Gott meinte es immer gut mit den Brautpaaren in Krössin, denn bei Tante Erika und Onkel Gerhard lachte auch der Himmel. Das war im Sommer 1936. Willi und ich gehen jetzt zum ehemaligen Gehöft meiner Großeltern Hermann Ehlert und Anna Ehlert, geborene Hackbarth. Der Dolmetscher Watzek begleitet uns. Ich sehe schon die fünf kugelförmig geschnittenen Linden im Vorgarten. Aber wo ist die Scheune, die Remise und eine große Schattenmorelle, die am rechten Ende des Vorgartens stand? Ein runder Tisch, in der Mitte der Kirschbaum und rundherum eine Sitzbank. Alles eingerahmt von einer Hecke. Ob es eine Liguster -oder eine Weißdornhecke war? Ich weiß es nicht mehr. Eine ganz gemütliche Ecke! Im Vorgarten hatte Großmutter Hochstamm-Rosen. Die weißen dufteten besonders intensiv. Viele Pfingstrosen, Goldlack, Margeriten, Vergissmeinnicht und Reseda blühten zur Freude aller. Es war eine Pracht! An der Südseite der Remise rankte Wein.
Wo ist die Doppeltür und die breite Treppe davor?
Bei Hochzeiten saßen hier die Musikanten und spielten zum Empfang der Gäste auf. Ich sehe Onkel Otto und Tante Martha die Dorfstraße heraufkommen, die Musik sipelt, Onkel Otto entrichtet seinen Obolus. Dann wurde gefeiert - und wie!
Hinter der Doppeltür (obere Hälfte Glas) war die Diele. Hier stand ein schöner, alter Schrank, an der hinteren Seite ein kleiner Tisch, darauf das Grammophon mit einem großen, hellgrünen Trichter. An besonderen Tagen, manchmal auch sonntags, erklang die schönste Musik. Tante Gertrud erzählte mir, sobald ein Hochzeitszug vorbeikam, ließ sie stets ganz laut das Grammophon erklingen.
Von der Diele aus rechts kam man in das "gute" Zimmer. Das wurde an Festtagen genutzt. Hier stand auch der Weihnachtsbaum. Weihnachten waren wir ganz selten in Groß-Krössin. Hier in Hinterpommern war es noch kälter als in Berlin. Nicht selten waren an den Fenstern Eisblumen mit den schönsten Motiven. Aber im Wohnzimmer nebenan mussten sie nach und nach weichen, der Kachelofen (mit Ofenbank) gab so eine wohlige Wärme ab. Lecker die Bratäpfel in der Ofenröhre!
Jetzt bin ich wieder in der Diele.
Auf der linken Seite war Onkel Alberts Zimmer mit zwei großen, hohen Fenstern. Hier standen immer schöne, weiße und rote Primeln. Damals dufteten sie. Dann und wann verirrte sich eine Biene. Auch das war "mein Sommer".
Wir gehen seitlich auf den Hof. Die eigentliche Hofeinfahrt gibt es nicht mehr. Die große Linde links steht noch. Die andere Linde und die Tränke mit der Pumpe, wo die Kühe sich morgens und abends labten, waren einmal. Von den Stallungen steht knapp die Hälfte, die Wasch- und Futterküche und der Schweinestall. Kuhstall und Geflügelstall einschließlich Taubenschlag sind nicht mehr. Der große Obst- und Gemüsegarten, wo wir als Kinder gerne verweilten, ist verwildert. Den Backofen dahinter suche ich vergeblich. Das duftende Brot! Großmutter backte fünf bis acht auf einmal und ein großes Blech Streuselkuchen danach. An der Haustür erwartete uns die jetzige Besitzerin. Im Dorf wusste man, dass die ehemaligen Groß-Krössiner heute kommen. Die Polin Maria wohnt mit ihrem Sohn, Schwiegertochter und zwei Enkelkindern hier im Haus. Sie ist erst gestern aus dem Krankenhaus in Neustettin entlassen worden, noch sehr schwach. Sie wollte uns unbedingt begrüßen.
Wir gehen ins Haus. Links die Tür ist zugemauert. Hier war die Küche, ein länglicher Raum mit einem großen langen Tisch, einer Bank an der Wand, einem Küchenschrank und einem großen Herd. Auf einem kleinen Schrank stand eine Zentrifuge. Großmutters Butter war köstlich. Und die Buttermilch! Kleine Butterflöckchen schwammen auf der Oberfläche. Was würde mein Cholesterinspiegel heute dazu sagen?
Von hier kam man ins Wohnzimmer mit zwei großen, hohen Fenstern. Dazwischen eine Kommode, auf der das Telefon stand, Nr. 37. Ja, Oma war immer auf dem neuesten Stand. Was sinnvolle Neuanschaffungen betraf, waren Ehlerts immer vornean!
In diesem Teil des Hauses haben die Polen eine Vorschule eingerichtet. Maria, die Polin und die Enkeltochter führen uns nach oben in ihr Zimmer. Watzek übersetzt fleißig.
Sie freut sich über den Brief, den Tante Gertrud ihr mitgeschickt hat. Tante Gertrud war schon zweimal hier. Wir haben auch einiges mitgebracht. Sie bekommt nur 120 Z?oty Rente, muss die Medikamente fast alle selber bezahlen. Zahnersatz gibt es erst, wenn 75% der Zähne kaputt sind!
Im Winter war sie bei den anderen Kindern. Hier in diesem Raum ist es zu kalt. Es kann kaum was repariert werden. Neuanschaffungen sind fast unmöglich. Die jungen Leute unten sind ganz froh und stolz auf die Innenjalousetten, die sie kürzlich erworben haben. Lange mussten sie dafür sparen. Der Mann ist Busfahrer, die Frau Kindergärtnerin, arbeitslos. Der Sohn ist in Neustettin auf dem Gymnasium mit Internat. Anja geht noch in Groß-Krössin zur Schule.
Sie haben einen kleinen Nutzgarten angelegt. Der Hof ist aufgeräumt. Hühner und Zwerghühner laufen umher.
Ja damals gab es viele Hühner, die auf dem großen Misthaufen scharrten und gackerten. Der stolze Hahn fühlte sich wohl in seinem Harem. Wie gerne habe ich die Küken gefüttert: "Schiep, schiep, schiep!" Deshalb nannte mein Bruder mich Schiepchen. Kleine und große Enten und Gänse liefen umher. Ja, da war was los! Rechts seitlich des Hofes standen die große Scheune und die Remise. Hier legten die Hühner ihre Eier hin. Großmutter ließ es sich selten nehmen, die Eier selbst zu holen.
Vor der Scheune stand das Roßwerk. Es wurde von zwei Pferden gezogen, um das Korn zu dreschen. Das Pferdegespann lief im Kreis und hielt das Werk so in Bewegung. Das gedroschene Korn wurde zur Dorfmühle gebracht. Zu Ehlerts kamen die Erntehelfer gerne. Gute Bezahlung und Verpflegung! - Ich sehe auf dem Stoppelfeld alle im Kreis sitzen. Die Frauen hatten Schuten (Kopftücher) um. Sie wollten doch nicht braun werden. In der Mitte hatte Großmutter - sie hatte das Zweitfrühstück gebracht - den "Tisch" gedeckt. Zum Mittagessen kamen sie heim. An der Scheunenwand haben wir gerne Ball gespielt. Verstecken war unsere Lieblingsbeschäftigung. Es boten sich tolle Möglichkeiten! Hermann, Lieselotte und manchmal auch die Stettiner machten mit, Anneliese, Werner und Walter. Das waren zwei Rowdies! Oma schimpfte oft mit ihnen (mit uns seltener!). Tante Gertrud sagte, dass Walter bei Jandts einer Ente den Kopf abgedreht hat. Tante Anna, die Mutter von den Wilden, hatte ihre Last mit ihnen.
Am Ende der Scheune links war ein kleiner Stall. Hier hatte Tante Hannchen, die Mieterin, ihre zwei Ziegen. Sie legte gerne Karten. Mir nicht! Hinter dem Stall waren zwei Plumpsklos. Sie sind heute noch an der gleichen Stelle. Stehen einsam und verlassen da! Dahinter die große Wiese und der Bach, die Grenze Ehlert-Wetzel. Es ist fast zugewachsen. Wie gerne haben wir hier gespielt! Schöne Erinnerungen werden wieder wach.
Wir gehen ins Dorf, kommen zu Dorows Haus. Hier wohnten Onkel Robert, Tante Frieda mit Lieselotte und Rudi. Sie hatten eine Gastwirtschaft und ein Kolonialwarengeschäft. Alles konnte man hier bekommen. Viele Düfte konkurrierten: Heringe im Fass, Rübenkraut (Kreude), Eimer, Holzpantinen und viel, viel mehr. Die leckeren, losen Bonbons: dicke Himbeeren, große goldene mit Schokolade gefüllte und die roten und grünen, säuerlichen Stachelbeeren schmecken mir heute noch. Gerne bin ich hier gewesen. Wir haben gespielt oder sind durch den Garten zur Schule gegangen. Einige Male habe ich auch am Unterricht teilgenommen.
Bei Jandts (Abbau) sind wir kurz. Werden freundlich empfangen. Die Polin gibt mir Trudes Poesiealbum, will Kaffee kochen, aber der Bus wartet auf uns.
Ja, hier habe ich auch unvergessliche Stunden mit Trude und Irmgard verlebt. Der Weg dorthin führte durch Felder und Wiesen. Einige Birken säumten den Weg. Manchmal fuhren wir auch mit den Rädern. Heute ist es eine asphaltierte Landstraße. Ich erinnere mich an das alte Haus. Wir sitzen am Küchentisch, die Petroleumlampe hängt darüber. Tante Martha hat leckere Kliebensuppe gekocht. Onkel Otto, ein ruhiger Typ, aber mit Mutterwitz, bringt uns unentwegt zum Lachen!! Ich weiß es nicht mehr genau, aber ich glaube, er hat auch Mundharmonika gespielt. Seitlich vom Haus, hinter dem Backofen, standen Fichten und eine große Eberesche. Lange Ketten bastelten wir uns. Im Wald ganz in der Nähe waren wir auch gerne. Wenn wir drei abends in den Betten lagen, kamen wir nicht zur Ruhe. Es wurde gesungen und geschwatzt. Ja damals, damals!
Ich möchte gerne zum Haus, wo Tante Erika, Onkel Gerhard und Winfried gewohnt haben.
Ich bin angenehm überrascht. Das Haus sieht gut erhalten aus. Der Vorbau (Eingang) und links der Weingarten sind nicht mehr. Sieben Familien wohnen jetzt hier.
Es war ein herrschaftliches Anwesen. Frau Maass, die Schwiegermutter von Tante Erika, war immer sehr nett und gastfreundlich.
Bis vor kurzem war hier eine Schweinezucht. Wir gehen durch den einst so schönen Park. Trostlos, Alles verwildert! Vom Fischteich nichts mehr zu sehen, nur noch ein Tümpel! Beim Ausgang ist das Tor verschlossen, wir klettern durch das Loch im Zaun. Wir fahren zum Bahnhof Villnow. Hier hat sich nicht viel verändert. Dorows Fahrzeugwaage ist sogar noch da. Im Bahnhofsinnengebäude riecht es wie damals!
Von Berlin, Stettiner Bahnhof, fuhren wir nach Belgard, stiegen hier um in den Zug nach Neustettin. Villnow war unser Ziel, Groß-Krössin 4-5 km weiter. Onkel Albert oder Onkel Hermann holten uns mit der Kutsche und später mit dem Auto ab.
Eine nette Episode fällt mir ein: Wir sind mal wieder in Groß Krössin. Meine Mutter hat für jeden ein Mitbringsel. Sie gibt meinem Bruder (ca. 3 ½ Jahre) eine Kiste Zigarren und sagt: "Diese bring bitte dem Opa." Er geht zu Oma und sagt: "Das ist für Ihren Mann." Meine Mutter hat oftmals darüber gelacht - und wir auch. Er war ein ganz goldiger Kerl, den ich über alles liebte. Viel später sagte er mir mal: "Schiepchen, ich habe Dich manchmal verpetzt. Verzeih mir! Wenn ich mal groß bin, und Du bist klein, dann kannst Du Dich revanchieren."
Tante Gertrud, Tante Erika und Tante Erna verwöhnten uns stets, desgleichen Onkel Albert und Onkel Hermann. Wir putzten gerne ihre Schuhe. Sie waren großzügig mit Trinkgeld und Bonbons. Onkel Hermann war ein schneidiger Soldat, Zwölfender. Heute sagt man wohl Zeitsoldat. Er besuchte uns oft in Berlin, besonders nach dem plötzlichen Tod meines Vaters (10.12.1932). Ich glaube, er hat damals versucht, meinen Vater zu ersetzen. Das war sehr schwer, aber in gewisser Weise ist es ihm gelungen. Danke! Auch später habe ich es so gesehen.
Nach Belgard, wo Tante Grete und Onkel Albert (von meiner Mutter) eine Bäckerei hatten, fahren wir auch. Die Straßenzüge, wo sie wohnten, sind alle im Krieg zerstört worden. Hier lebten sie mit ihren Kindern Herbert, Erika, Reni und Sigi. Der Duft von Brot und Gebäck zieht durch meine Nase. Die leckeren Schnecken! Ein lauschiger Innenhof mit vielen Blumen und Ranken.
Weiter geht es nach Köslin. Hier hat sich sehr viel verändert. Ich kenne mich nicht mehr aus. Einige Monate war ich mal hier bei Tante Leni, Onkel Hermann und Cousinchen Melanie und später mit Klein-Angelika. Eine wunderschöne Zeit!
In Kolberg sind wir einige Stunden. Das einstmals so berühmte Ostseebad wurde im zweiten Weltkrieg zu 80% zerstört. Es ist zum Teil wieder gut aufgebaut.
Auch hier habe ich glückliche Erinnerungen. Wenn meine Mutter, Hermann und ich ca. 14 Tage in Krössin waren, kam mein Vater und blieb zwei bis drei Tage. Tante Gertrud erzählte mir kürzlich, dass mein Vater während des Aufenthaltes in Krössin sich nur um Hermann und mich kümmerte und mit uns spielte. Er war überhaupt ein sehr guter Vater gewesen. Wie beglückend, das nochmals bestätigt zu bekommen!
Wir fuhren 14 Tage nach Kolberg.
Hier lernte ich die Ostsee kennen und lieben. Später dann Heringsdorf und Ahlbeck. Danach Zoppot, Danzig und die Kurische Nehrung. Meine Großmutter und ihre Töchter waren gute Köchinnen. Ich denke an Zitronencreme, Buttermilchspeise, Buttermilchkartoffeln, Schwarz-sauer, Gänsebraten, geräucherte Gänsebrust, Gänseflom usw. Geschlachtet wurde natürlich auch nicht selten!
Großvater habe ich als stillen, arbeitsamen Mann in Erinnerung. Er rauchte gerne seine Pfeife und auch Zigarren. Oft wurde bei Ehlerts Karten gespielt, besonders im Winter. Die Töchter saßen aber auch am Spinnrad, sie hatten auch einen Webstuhl.
Feste wurden gerne gefeiert, Schützenfest, Erntedankfest und Feuerwehrfest. Ich sehe Onkel Albert hoch zu Ross, das Pferd mit bunten Bändern geschmückt und Onkel Albert weiß gekleidet. Schick! Abends war in Sendelbachs Saal der Ball. Ein Stündchen, vielleicht auch zwei durfte ich auch dabei sein.
Rudi unternahm mit uns auch eine Wanderung um den Sappingsee, durch den Schleusenwald zur Försterei. Hier im Schleusenwald fanden wir damals Pfifferlinge, Blaubeeren, Preiselbeeren, auch Isländisch Moos. Die Umgebung von Groß-Krössin ist wunderschön - weite Strecken unberührte Natur! Manchmal glaubte ich, die Zeit wäre stehengeblieben: Verträumte Seen, einer nach dem anderen. Hohe grobborkige Birken am Wegesrand, auch Ginster, Levkojen, Wollgras, Kornblumen, Kamille… Mohn. Immer wieder sehe ich voller Freude die Alleen mit ihren gewölbten Baumkronen. - viele Störche, Füchse, Rehe, Fasanen … Kraniche sehen wir.
Sehr viel Land liegt brach. Dann und wann ein Kartoffelfeld oder ein Kornfeld. Auf einem Acker kommt ein Mann mit einem Pflug und einem Pferd davor.
Ja, die Menschen hier sind arm, sehr arm!
Das heutige Westpommern ist die ärmste Region des polnischen Staates.
Groß-Krössin 1994, du siehst so traurig aus! Ein halbes Jahrhundert hat dich gezeichnet.
Ich werde mein geliebtes Groß-Krössin teils mit Wehmut, aber überwiegend mit Freude in Erinnerung behalten. Rudi und Anneliese Dorow danke ich. Sie haben diese eindrucksvolle Reise großartig organisiert.
Auch meiner Angelika danke ich herzlich, denn sie ist die Initiatorin meines "Werkes". Erst sträubte ich mich, aber jetzt bin ich froh, dass ich es durchgeführt habe. Ich hoffe, dass meine Kinder und Enkel interessiert den Bericht meiner Erinnerungen und Erlebnisse vom Juni 1994 in Pommern lesen, ja vielleicht nachempfinden werden.
Das war´s!
Oktober 1994
Charlotte Kraft geborene Ehlert
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Gedanken zu unserer Heimatreise
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nach Groß Krössin
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vom 04. - 11. Juni 1994
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In der Weihnachtszeit 1993 wurde bekannt, daß vom 04. bis 11. Juni 1994 wieder eine Fahrt in unsere ostpommersche Heimat geplant sei.
Gerne wollte ich noch einmal mit 'nach Hause'. Man wägt ab – klappt es mit der Gesundheit? / aber dem Mutigen gehört die Welt! - und ich habe mich angemeldet und es nicht bereut!
In Braunschweig bei Rudi Dorow ging es los, und an der letzten Haltestelle vor Stettin stieg noch Anita geb. Laude mit ihrem Mann dazu. Die Fahrt verlief gut, und im Reisebus war Stimmung, auch zum Teil wegen der obligatorischen kleinen 'Kümmerlinge'.
Dann endlich die Grenzstation, und nach zwei Stunden Wartezeit hatten wir auch das geschafft. Es wurde Geld getauscht, und wir waren Złoty-Millionäre!
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Nun waren wir im Pommerland.
„ERST WENN DU IN DER FERNE BIST, SIEHST DU, WIE SCHÖN DIE HEIMAT IST!“
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Hinter Stettin noch einige Verkaufsstände mit Gartenzwergen und Störchen in Originalgröße an der Straße, aber unser Ziel war ja unser Hotel in Bad Polzin.
Über die blühende, freundliche Landschaft - der gelbe Ginster und die blauvioletten Lupinen wechselten mit bestellten Feldern und Brachland ab – hatte die Natur ihr grünes Kleid gedeckt.
In Bad Polzin waren wir durch die Wartezeit an der Grenze überfällig, aber unser warmes Abendessen wartete auf uns. Über die Mängel im Haus sprechen wir weiter nicht, auch nicht über das Mäuslein, das Normas Schokolade angeknabbert hat.
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Am 5. Juni war die Fahrt nach Groß Krössin angesagt. Wir wollten von der Försterei ins Dorf laufen, fuhren aber erst zum Villnower Bahnhof, der sauber war wie zu unserer Zeit. Dann also zur Försterei, und von hier liefen wir – manchmal mit Umwegen und in kleinen Gruppen – ins Dorf.
Ich wollte zum Friedhof. Die linke Seite ist noch nicht wieder belegt. Da hat meine Großmutter Ida ihre letzte Ruhestätte gefunden. Sie war am 5. Juni 1926 – also auf den Tag genau vor 68 Jahren – verstorben. Ein kurzes Gedenken! Das alte schmiedeeiserne Kreuz war noch vorhanden!
Gisela Schwarzkopf machte viele Aufnahmen im Ort.
Wir gingen über unseren alten und neuen Sportplatz und trafen uns alle an der Schule. Der Direktor war freundlich, und wir durften sie noch einmal besichtigen.
Unser Busenberg ist eingezäunt; also ist kein Schlittenfahren im Winter mehr möglich.
Um 15 Uhr waren wir wieder von den Frauen aus dem Dorf zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Vorher bekamen wir von dem Groß Krössiner Dolmetscher Marian jeder zwei hartgekochte Eier zur Begrüßung geschenkt. Es wurde ein schöner, harmonischer Sonntag! Um 19 Uhr wartete im Hotel wieder ein leckeres Abendessen auf uns.
Jeder Tag war von Rudi Dorow hervorragend geplant.
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Nie hätte ich gedacht, noch einmal in Neustettin vor dem Rathaus zu stehen, die Friedrichstraße zu sehen, die zum Bahnhof Kietz führte. Wir liefen noch etwas am Streitzigsee entlang; die Anlagen sind sehr gepflegt.
Auf dem Weg zum Bus kamen wir an einer Bäckerei vorbei. Es wurden Liebesknochen gekauft, ein köstliches Backwerk!
Die Stunden in Leba waren schön. Wir sind an der Ostsee entlang gelaufen, wo ein kräftiger Wind wehte. Der Rückweg war ruhiger, es ging durch einen Dünen-Kiefernwald – ganz herrlich!
Auch hier wieder eine Bäckerei mit dem an die Kindheit erinnernden Gebäck. Zum Mittag gönnten wir uns Ostseelachs mit Salat.
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Am Dienstag ein Stadtbummel durch Belgrad, vorbei an der Marienkirche, in der gerade eine Messe gelesen wurde und die deshalb nicht zugänglich war; das Hohe Tor aus dem 14. Jahrhundert grüßte uns.
Wir bummelten bis zum Bahnhof und fuhren anschließend weiter nach Groß Tychow, wo für uns das Mittagessen bestellt war. Anschließend gingen wir zu dem Stein aus der Eiszeit (Umfang 44 m, 4 m hoch über der Erde und 6 m tief unter der Erde); beeindruckend und sehenswert!( Am Friedhof in Groß Tychow).
Für die Gesundheit gab es später eine Wanderung nach Villnow, ca 1 ½ Stunden durch den Wald zur Straße nach Gramenz.
Herrlich diese Waldluft in den Wäldern der alten Heimat.
Dem Ende zu wurden die Mücken lästig, aber der Bus wartete schon auf uns.
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Am Mittwoch stand Köslin auf dem Tagesplan. Eine schöne Stadt! Um den Marktplatz herum die vielen Geschäfte mit schönen Auslagen. Wir waren in den Anlagen und hörten vom Pavillon Musik und Kinderlachen. Die Schulen präsentierten eine Aufführung mit dem Motiv: Vier Jahreszeiten. Die Schneekönigin vertrieb gerade den Winter. Auch wenn die Musik fremd und laut war, gefiel es uns, insbesondere das Kinderballett und die reizenden Kostüme. In dem uns schon von früher her bekannten Restaurant gab es Forelle mit Beilagen, eine Augenweide und ein Genuß!
Anschließend fuhren wir nach Kolberg: Besichtigung im Dom und Spaziergang auf der Strand-promenade zum Hafen und zu unserer Persante, mit einem Capuccino in einem Hotel.
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Es war schon Donnerstag. Heute wartete die Ferienanlage in Tempelburg auf uns. Das Wetter war aber so veränderlich, daß wir das Vorhaben abbrachen und zurück zum Hotel nach Bad Polzin fuhren. Hier sahen wir uns den Kurpark an und unternahmen einen Stadtbummel.
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Freitag war der letzte Tag. Wir fuhren nach Zülkenhagen. Unsere Seniorin, Frau Venzke (82), wollte gerne ihre Molkerei noch einmal sehen. Zwischendurch bummelten wir durch den Ort und besuchten den Friedhof. Auch hier, wie fast überall, sind die alten Namen mit Zement unleserlich gemacht worden. Auf einem Stein eingemeißelt, noch gut leserlich, steht ein Bibelvers aus der Offenbarung (Vers 2, 10): „Sei getreu bis in den Tod, dann will ich Dir die Krone des Lebens geben!“ Hatte man davor Respekt?
Nächste Station war Döbel. In der Fischräucherei versorgte sich jeder für zu Hause. Wir holten die bestellten Forellen ab und gingen durch den Wald zurück nach Groß Krössin. Hierbei fanden wir im Roggen den Junikäfer.
Die Frauen aus Groß Krössin wollten uns noch einmal zum Kaffee einladen und hatten bereits Brot und Kaffee bereit gestellt, und so schmausten wir gemeinsam wieder im Feuerwehrhaus – dieses Mal frisch geräucherte Forelle!
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Zum Abschluß machten wir einen Spaziergang durchs Dorf. Es sieht traurig aus, der Verfall ist überall sichtbar, mittlerweile fehlen schon 33 Häuser.
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Dann hieß es Abschied nehmen von Groß Krössin. Wir grüßten noch einmal die leider sehr zugewucherte Persante und unseren schönen Kiefernwald!
Wer weiß, ob es ein Wiedersehen geben wird!
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„BIST JA DOCH DAS EINE AUF DER GANZEN WELT, KANNST JA DOCH VON ALLEN; DIE ICH JE GESEHEN, MIR ALLEIN GEFALLEN, POMMERLAND SO SCHÖN!“
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Mit Wehmut im Herzen traten wir am Samstag, dem 11. Juni 1994, die Heimreise an; alle kamen gesund und wohlbehalten zurück.
Es war eine unvergeßlich schöne Woche im Pommerland!
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Ilse Hackbarth ist am 12. Juni 1926 in der Sandmühle /Groß Krössin geboren und lebte bis 1938 auf dem Gut Karlshöhe. Die ersten Schuljahre besuchte sie die Schule in Villnow, später in Groß Krössin
und lebt heute verwitwet als Ilse geb. Hackbarth in Lüdinghausen.
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Heimatreise nach Groß Krössin
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– eine Reise für die Seele
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4. -8. Mai 2009
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Am 4. Mai 2009 war es wieder so weit. Rudi Dorow (Jg. 1925) hatte eingeladen zur Fahrt in die alte Heimat. Und 33 Teilnehmer machten sich von Braunschweig, Berlin und dem Rastplatz an der polnischen Grenze auf den Weg ins Pommerland. Das Besondere an der Zusammensetzung der Reisegruppe war das Alter. Die ältesten Teilnehmer waren Jg. 1925, der jüngste war Jahrgang 1984. Auch ich gehörte zu der Gruppe der jüngeren, ich wollte endlich die Heimat der Mutter und der Großmutter erspüren und die Heimatorte sehen. Nachdem wir bei Stettin die Grenze zu Polen überschritten hatten, änderte sich die Atmosphäre im Bus. Die anfängliche Wiedersehensfreude und der Austausch von Neuigkeiten wandelten sich in eine gespannte, erfreute Erwartungshaltung. Der wahrlich perfekte Busfahrer der Firma FUMU aus Vechelde fuhr uns durch Stargard, Freienwalde, Wangerin, Dramburg, Falkenburg, Tempelburg zu unserem Quartier nach Bad Polzin, vorbei an Alleen und mit Maikraut bewachsenen Waldrändern. Ca. 80 % der Flächen, durch die unser Weg führte, lagen brach oder waren von Menschenhand unberührt. Ich war erstaunt, da ich große Felder mit Kartoffelanbau und Getreide erwartet hatte. Die ersten Horste, von Störchen bewohnt, konnten wir bewundern. Gegen 18 Uhr waren wir gut im Hotel 'Polanin' in Bad Polzin angekommen. Neben schönen, sauberen Zimmern erwartete uns ein köstliches Abendessen. Ein erster Stadtrundgang erfolgte, bevor das Bett rief. Am 5. Mai war es soweit. Heute sollte es nach Groß Krössin gehen. Wie lange hatte ich auf diesen Tag gewartet – endlich zu sehen, wo meine Vorfahren über drei Jahrhunderte gelebt hatten. Wir nahmen auf Wunsch einen Umweg über Waldhof, Randen, Damen, Zadtkow, Petersdorf, Muttrin und Döbel. Hier sahen wir die große Fischfabrik Friedrich, die ein deutscher Rechtsanwalt vor Jahren dort gegründet und aufgebaut hat und überwiegend geräucherte Forellenfilets weltweit verkauft (in fast allen Edeka-Märkten bei uns zu erwerben). Am Wegesrand konnten wir Prachtexemplare von Kranichen bewundern, die auf den Feldern Rast eingelegt hatten, und natürlich die vielen, vielen Alleen. Zunächst hielten wir in Balfanz, um einige Frauen in ihre alte Heimat zu entlassen. Sie kamen am Nachmittag nach Groß Krössin zu Fuß zurück.
Und dann kam unsere Allee vor Groß Krössin, und im Bus begann das Leben und die Suche nach der alten Liebeseiche. Meine Mutter hatte mir erzählt, dass gerade die Liebeseiche bei den Eltern eine geheimnisvolle Rolle gespielt hatte. Es wurde spürbar, dass viele Reisende wieder zu Hause waren, sich in die Kinder- und Jugendjahre zurückversetzt fühlten und voller Energie und Tatendrang waren. Für mich war es bewegend und berührend, durch das Dorf der Ahnen zu fahren, das Dorf, das ich schon ein halbes Jahrhundert nur als 'zu Hause' aus den Erzählungen kannte. Was würden wohl die Großeltern dazu sagen? Die Fahrt ging durch das große Dorf (früher etwa 1000 Einwohner) bis zum Bahnhof in Villnow. Er war auch der Bahnhof für die Groß Krössiner, früher wie heute. Wir wendeten am Bahnhof, und in Villnow stiegen einige Teilnehmer aus, um über das ehemalige Gut Karlshöhe nach Groß Krössin zu laufen. Dabei war auch Martin, der jüngste Teilnehmer mit 24 Jahren. Seine Großmutter wurde noch dort geboren. Im Dorf angekommen, zog es die Teilnehmer in alle Richtungen. Einige holten sich bei Marian, den deutschen Ansprechpartner im Dorf, Fahrräder zur Dorferkundung. Andere gingen durch das Dorf, vorbei an Kirche, Friedhof und Forsthaus bis hin zur Persante. Dort ging es zur alten Badestelle, und fast alle hatten Erlebnisse aus Kindertagen von diesem Ort zu berichten. Viel Kraft, Energie und Lebenslust war spürbar, es wurde viel erzählt – und manch eine Geschichte kannte ich aus den Erzählungen in meiner Familie. Im Dorf wurden wir freundlich begrüßt. Einigen alten Männern begegneten wir öfter am Tage. Was erwarteten sie von uns? Die polnische Sprache war eine Barriere – wir konnten nicht danach fragen. Am Nachmittag gab es bei Marian in der Garage geräucherte Forellen aus Döbel, und da es kalt und regnerisch wurde, auch einen Wodka dazu. Mit einem angemieteten Bus ging es wieder zurück nach Bad Polzin. „Ich bin erleichtert, dass ich wieder hier bin, die ganze Umgebung wieder zu sehen, und die alten Wege wieder zu laufen. Wir haben so viel verloren. Die Häuser und die Bewohner heute sind mir nicht so wichtig. Kraft und Energie sammle ich, wenn ich einfach hier bin und in die Wälder gehen kann“; sagte mir eine Teilnehmerin.
1. Wenn in stiller Stunde Träume mich umwehn, bringen frohe Kunde Geister ungesehn, reden von dem Lande meiner Heimath mir: hellem Meeresstrande, düsterm Waldrevier.
Es ist eben ein tief berührendes 'Wieder-nach-Hause-kommen', das meist mit der Landschaft, mit der Natur verbunden ist. Bei vielen Teilnehmern liegt Wehmut und auch Trauer in der Stimme. Es überwiegen allerdings immer wieder die Schilderungen der Erlebnisse vor vielen Jahrzehnten.
2. Aus der Ferne wendet sich zu dir mein Sinn, aus der Ferne sendet trauten Gruß er hin: Traget laue Winde meinen Gruß und Sang, wehet leis und linde treuer Liebe Klang!
„Für mich sind die Fahrten nach Hause immer Fahrten für die Seele. Dort war doch meine Kindheit, und es steht jetzt nur noch ein alter Apfelbaum von früher. Mir geht es so ans Herz. Ich brauche nur die Umgebung, das Laufen zu all den Orten von früher. Für mich ist es immer eine Erholung, wenn ich zu Hause war!“ und Tränen von Trauer und Entlastung laufen.
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4. Bist ja doch das eine auf der ganzen Welt; bist ja mein, ich deine, treu dir zugesellt. Kannst ja doch von allen, die ich noch gesehn, mir allein gefallen,
Noch viele Eindrücke könnte ich hier schildern, es würde allerdings ein Buch füllen. Denn es kamen natürlich auch die Erinnerungen an Flucht oder Vertreibung in Erinnerung und das große Leid, das vielen widerfahren ist. Es hat tiefe Wunden geschlagen. Die Wunden sind zwar verheilt, doch die Narben können ebensolche Schmerzen hin und wieder bereiten. Ich glaube, wenn wir uns diesem Schmerz immer wieder stellen und auch aussetzen, kann eine gute Narbenheilung wachsen. Es lohnt sich, wenn jeder, der diese Erfahrungen selbst hatte, gut daran tut, wenn er/sie diese eigenen Erlebnisse aufschreibt und somit auch den Nachkommen zur Verfügung stellt.
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5. Jetzt bin ich im Wandern, bin bald hier, bald dort; doch aus allen andern treibt mich´s immer fort, bis in dir ich wieder finde meine Ruh, send ich meine Lieder dir, o Heimath, zu!
Am nächsten Tag ging es an die Ostsee. Kolberg stand auf dem Reiseplan. Trotz heftigem Wind und Regen gingen wir zum Strand und in die Altstadt. Auf der Rückfahrt hielten wir in Köslin und konnten die schöne Innenstadt erkunden. Vorbei an weiten Wäldern mit Blaubeergrün ging es über Groß Tychow zurück ins Hotel. Hier wurden wir zu einem Violinkonzert erwartet. Ein großes Repertoire an Musik und Gesang unterhielt uns. Es wurde ein langer Abend in Geselligkeit. Der vierte Tag begann mit der Fahrt nach Groß Krössin. Ein Fototermin vor der Kirche stand auf dem Plan. Einige blieben danach dort, die anderen nahmen an einer Rundreise durch die Kaschubei teil. Ziel war Stolp und dann noch einmal die Ostsee bei Stolpmünde. Der letzte Abend im Hotel begann mit einem Grill-Büfett und endete in einem langen Abschiedsabend. In der Frühe des nächsten Tages begaben wir uns, gestärkt von einem leckeren Frühstück, auf die Reise zurück in die neue Heimat und in die Gegenwart. Es waren für die Teilnehmer schöne und unvergessene Stunden in der Gemeinschaft der früheren Dorfbewohner. Für alle war es eine Reise zu den eigenen Wurzeln – und manch Beutel Heimaterde ging mit zurück.
Anna-Margarethe Herzog
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Auf den Spuren meiner Großeltern
Pommernfahrt vom 12. - 16. Mai 2010
Als meine Eltern mir vor Monaten erzählt haben, dass sie dieses Jahr wieder mit nach Pommern fahren wollen, habe ich spontan beschlossen mitzufahren. Eine Arbeitskollegin von mir betreibt auch gerade intensive Ahnenforschung und da habe ich im vergangen Jahr öfter mal an die alten Geschichten von meiner Oma Irmgard Kohlmeyer, geb. Jandt, und meinem Opa, Franz Kohlmeyer, gedacht. Und als Rudi Dorow bei einem gemeinsamen Kaffeetrinken so ins Schwärmen geriet, war klar, dass ich die Gelegenheit nutze.
Die Fahrt hat mir sehr gefallen! Die gute Laune, die von Anfang an im Bus herrschte, und die vielen netten Menschen, die ich kennenlernen durfte, waren das I-Tüpfelchen auf einer Reise voller besonderer Eindrücke.
Die Ausflüge haben mir gut gefallen. Allerdings waren die Tage straff organisiert, und daher blieb wenig Zeit, um alles in Ruhe anzuschauen. Es war eher ein kurzer Einblick in Städte und Pommersche Seenplatte, der Lust auf mehr macht - allerdings bei angenehmeren Temperaturen.
Besonders gut gefallen hat mir auch der Besuch in Köslin, der viel zu kurz war. Gerd Jandt, der Cousin meiner Oma, der dort geboren wurde, hat mit seinen Erzählungen die Stadt lebendig gemacht und mir während der ganzen Reise seine Kindheit und die meiner Großeltern ein Stück nähergebracht.
Da ich das Meer liebe, hat mir auch Kolberg gefallen, allerdings habe ich dort außer dem Sandstrand und der Promenade nicht viel gesehen… die Zeit war zu knapp und wegen des kalten Windes haben wir noch einige Zeit in einem gemütlichen Café bei leckerem Kuchen und heißem Kaffee verbracht. Naja, wenn der kalte Wind nicht gewesen wäre, hätten wir wohl eine andere Ausrede gefunden, um ins Café zu gehen. Gelohnt hat es sich!
Das Highlight der Fahrt war für mich der Besuch von Groß Krössin, da beide Großeltern aus dem Dorf stammen. Ich habe beide Elternhäuser gesehen, die Schule, die Kirche, die Persante… all das kannte ich ja bisher nur von den Erzählungen. Ich fand es toll zu sehen, wie das Haus meiner Oma in Wirklichkeit aussieht, am Ortsrand, eingebettet in Felder. Ich habe es jahrelang auf einem Foto an der Wand in der Stube meiner Oma hängen sehen.
Jetzt kann ich mir auch vorstellen, wie mein Opa damals mit seinem Fuhrwerk nach Villnow zum Bahnhof gefahren ist, um Sachen dort abzuholen und ins Dorf zu bringen.
Ich habe die Persante gesehen, wo er so gern geangelt hat. All das ist greifbarer geworden. Und ich verstehe, warum sie beide so gern an die alte Heimat zurückdachten: die Landschaft ist wunderschön, noch so ursprünglich.
Die Wälder noch schöner und grüner als hier, die Felder noch weiter und größer. Und die Tiere noch "greifbarer", weil sie einfach auch noch in größerer Zahl und vielseitiger vorhanden sind…
Und diese Alleen an den Straßen - traumhaft!
An der Landschaft kann man sich wirklich nicht satt sehen.
Schade, dass der Winter so hart war und deshalb diesmal die Blumen noch nicht so weit waren: ich hätte gerne die Mohnfelder gesehen, und noch mehr Vielfalt in den Grün- und Bunttönen der Natur. Die anderen haben ja ununterbrochen davon geschwärmt!
Melanie Beck
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Kurzbericht über meinen ersten Besuch ins Neustettiner Land
und Groß Krössin seit 1945
12. – 16 Mai 2010
1.
Abfahrt
Abfahrt von Timmelah per FUMU Reisebus begann am 12. Mai ca. 8 Uhr. Unser Fahrer hieß Sergej, und war ohne Begleitfahrer. Ein Teil der Besucher wurden in Timmelah aufgenommen, andere stiegen in Berlin ZOB und vereinbarte Autobahnraststätte dazu. Insgesamt waren wir 37 Personen.
2.
Sich wieder kennenlernen:
Langsam und stetig stellten wir uns namentlich vor, sehr hilfreich dabei war Anna (Herzog). Die Freude war überwältigend sich wieder, seit 1945, zu begegnen.
Die Erinnerung des Aussehens als Kinder und Vergleich des heutigen war eine freudige Überraschung. Auch über die Niederlassung der Vertriebenen in Deutschland als auch anderswo in der Welt wurde erinnert.
Rege Gespräche während der Fahrt zündeten Erinnerungen von der Vergangenheit. Man kann es bildlich mit einem Puzzle- Spiel vergleichen, bei dem Teilchen bzw. Erinnerungslücken, von Teilnehmern gefüllt wurden.
Themen behandelt waren:
Ø Ausweisung Winter 1945 von Gross- Krössin
Ø Der Fußmarsch nach Gramenz
Ø Verladung in Güterwagen
Wir wussten nicht geht es Richtung Osten oder Westen
Gott sei es gedankt ging es nach Westen
Ø Ankunft im Stettiner Bahnhof werde ich nie vergessen was ich dort sah.
Die vielen aufgereihten bez. gestapelten gefrorenen Toten auf dem Bahnsteig!
3.
Erinnerungen an Groß- Krössin
Während der Fahrt mit Blick in die Umgebung und Ferne, versuchte ich immer wieder meine Erinnerungen zu visualisieren.
v Den Wohnort
v Die Straßenlage
v Die Häuser
v Die Erntezeiten
v Die Felder
v Uns Kinder und Eltern
v Die Spiele
v Singen und musizieren
v Schulausflüge
Vieles mehr und was mich heute dort erwartet.
4.
Die Fahrt Richtung Berlin, Stettin, Stargard und Bad Polzin:
Natürlich war ich sehr neugierig über die heute zusehenden Landschaften, der unterschiedlichen Regionen, Länder, Autobahnen, Straßen sowie Dörfern und Städte und das Umfeld. Die Unterschiede auf unserer Strecke waren schon bemerkenswert.
v Die gut ausgebauten Straßen im Westen Deutschland
v Die unvergleichbare Aussicht im östlichen Teil Deutschland
v Hoch unterschiedlich war die Lage nach Stettin in Polen.
v Unbestellte Felder
v Renovierungsbedürftige Stadtteile, Dörfer und Häuser
v Viele Objekte und Anlagen befinden sich im Zerfall Prozess
v Jedoch es war festzustellen, dass je näher man an Städte und Dörfer kam, waren Felder zunehmend bestellt.
5.
Andere Beobachtungen entlang der Autobahn und Straßen:
Die Autobahn, die wir durch Polen fuhren war gut befahrbar, nur Streckenweise noch im Ausbau, mit Begrenzungen.
(Anm. Ausbau durch EU- Fördermittel möglich (Herzog)).
v Wenig Fahrzeuge unterwegs-, Verkehrsdichte anders als im westlichen Teil Europas.
v Dementsprechend weniger Rasthöfe und Besucher
v Versorgung auch begrenzt
v Bedienung in den Wechselstuben und Versorgungsbereich nicht besonders freundlich.
v Keine Windmühlengeneratoren in der Landschaft sichtbar
v Industrielle Einrichtungen sehr selten zu erkennen.
6.
Unser Eintreffen im Hotel Polanin in Bad Polzin ca. 17.30 Uhr
Das Hotel hat eine gute Lage. Viel Freiraum vor dem Anwesen mit schönem Baumbestand. Eine gute Ansicht mit einladender Atmosphäre.
Zum Hotel selbst:
v Ein schöner Eingang, großzügig konstruierte Eingangshalle für vielen möglichen Anlässen
v Einrichtung der Rezeption, praktisch und gut sichtbar. Besetzt nach Bedarf.
v Die Apartment/ Zimmer haben eine Standard Form und sind praktisch gestaltet.
o Die Betten sind sauber und bequem.
o Die Einrichtung der Badezimmer ist praktisch und hygienisch ausgerichtet.
o Die tägliche Pflege der Zimmer ist effizient.
Das Abendessen war gegen 19 Uhr
v Ein schön groß gestalteter Speisesaal
v Gute Bestuhlung und Tischeinrichtungen
v Tische waren mit gutem attraktivem Porzellan ausgelegt und mit frischen Blumen geschmückt
v Das Abendessen wurde zügig serviert
v Die Speisen waren von guter Portion, gut gekocht, dekorativ und appetitlich präsentiert.
v Das Bedienungspersonal von jungen Frauen war gut gekleidet und gepflegt und richtete auch eine gute Bedienung aus, aber leider nicht besonders freundlich.
v Dies mag aber an der Kultur der Menschen liegen, die dort heute leben.
v Das Frühstück am folgenden Tag war Büffetartig, zentral auf einer großen Tischeinrichtung ausgelegt, große Vielfalt von Leckereinen, warme und kalte Speisen als auch ein gutes Obstsortiment. Man kann sagen es war vorzüglich und eine Augenweide. Nachschub war ohne Probleme.
7.
Zur Stadt Bad Polzin:
Ein kurzer Spaziergang im Kurpark, in der Hauptstraße und Nebenstraßen, gaben mir den folgenden Eindruck;
v Der Kurpark ist schön angelegt und gepflegt wie auch die dazu gehörigen Häuser. Die Häuser werden aktiv geführt. Wir bekamen abends eine Video Vorführung über die Leistungen die dort geboten werden.
v Die Hauptstraße mit schönen Art-Deco Häusern bzw. Fassaden sind im verfall, Renovierung ist dringend.
v Die Läden in der Hauptstraße führen interessante Waren, typisch für das Städte- Innenleben.
v Ich sah wenig freundliche Gesichter.
v Die Menschen in Läden und Fußgänger sprachen wenig oder kein Deutsch. Mit Englisch konnte man sich leicht verständigen.
8.
Besuch in Groß Krössin am 13. Mai
Die Busfahrt nach Groß Krössin führte durch schöne Chausseen, Wälder und Landschaften annähernd wie ich sie in Erinnerung hatte.
Als wir uns dem Ort näherten war ich voller Spannung und emotional gerührt.
Bei mehreren Spaziergängen und Beobachtungen durch das Dorf stellte ich fest, dass was ich als 13 jähriger, im Winter 1945 verlassen hatte, sich stark verändert hat. Meine Erinnerung vom Ort war, obwohl auch von den kriegerischen Handlungen gezeichnet, trotzdem, eine blühende und wirkungsvolle Gemeinde.
Über mein Vorfinden des heutigen Zustandes der Häuser, Straßen, geänderten Grundstückzeilen, nicht mehr existierenden Häuser, hatte ich mir so nicht vorgestellt.
Es war für mich eine traurige und bedrückende Ansicht.
Hier ein paar Beispiele für mein Empfinden:
v Unser Haus Michaelis/ Pommerening, obwohl noch stehend, aber in geänderter Fassade/ Form und in einem erbärmlichen Zustand, für das ganze Anwesen gelten.
v Stallungen hinterm Haus nicht mehr genutzt, zerfallen.
v Das aus Holz an den Stallungen angebaute Wagenhaus nicht mehr existierend.
v Unser Nachbarhaus links, Familie Fritz Ewald, Stellmacher/ Wagenbauer, Haus, Werkstatt und Scheune nicht mehr existieren. Ja keine Spur, dass dort einmal dieses Anwesen stand.
v Auch die Häuserzeile hinter von Familie Ewald ist total verschwunden.
v Das Haus von meinem besten Freund Hubert Kroll ca. 100m weiter, Richtung Gramenz, nicht mehr dort. Kein Zeichen, dass dort überhaupt ein Anwesen stand.
Allgemeine Anmerkungen zum Dorf Groß Krössin
v Noch stehende Häuser und besonders die Dächer renovierungsbedürftig. Dächer sind mit mehreren Zentimeter Moos bewachsen und man hat den Eindruck, dass sie nur deswegen dicht sind. Es ist keine Dachrinne vorhanden.
v Der Mühlenteich und Gelände, total verändert war für mich nicht wieder erkennbar.
v Der Platz wo die Mühle stand total verändert.
v Die Persante Brücke ist neu gerichtet.
o Durch Baumbewuchs, keine freie Sicht mehr ins Flusstal
o Das Wasser war trübe, ich hatte es noch in Erinnerung als klar, wo man im flacheren Bereich, die schönen Wasserpflanzen im fließenden Wasser bewundern konnte.
o Wo die freisichtliche und sandige Badestelle war, ist heute ein Brettgestell über sumpfigen Boden. Das trübe Wasser ist nicht einladend zu schwimmen,
o Die heutigen Bewohner des Dorfes Krosino scheinen durch die Umstände der wirtschaftlichen Lage sehr bescheiden leben zu müssen.
Die meisten anzutreffenden Bewohner waren freundlich.
Die deutsche Sprache wurde wenig verstanden
v Die Gemeinde scheint heute überwiegend katholisch.
o Der Friedhof war sehr gepflegt und bunt mit Blumen geschmückt.
o Deutsche Gräber gibt es nicht mehr.
v Das Schloss Balfanz ist auch stark in Mitleidenschaft gekommen. Die Anlage nicht wieder zu erkennen.
9.
Besuch nach Neustettin, 14. Mai
Wie die Fahrt nach Bad Polzin, kamen wir durch bemerkenswerte Alleen (Chausseen, wie man früher sagte), Wälder und Landschaften mit schönen Seen.
v Wieder waren bemerkbar, je näher wir zur Stadt kamen, waren die Felder bepflanzt.
v Wenig Industrieanlagen von der Straße zu sehen.
v Hier und dort Storchenhorste auf den Schornsteinen oder ähnliche Einrichtungen auf den Dächern – mit und ohne Bewohner.
v Wild war nur selten zu sehen, aber öfters Hasen. Ebenfalls sehr selten Weidevieh.
v Viele Einzelstehende Höfe/Objekte zerfallen.
Zu Neustettin:
v Viele schöne alte Jugendstil- Villen, großer Anteil dieser dringend renovierungsbedürftig. Bemühungen diesbezüglich offensichtlich im Gange.
v Größere städtische, öffentliche Gebäude, wie Rathaus, Kirchen, Anlagen hat man versucht im alten Glanz zu errichten.
v Auch die Haupteinkaufsstraße und Marktplatz sind mit schönen modernen Geschäften und Kaffees besetzt.
v Die Lage der Stadt ist einmalig schön am Streitzig See.
v Die Menschen in den Geschäften waren aufgeschlossen, zugänglich und hilfsbereit. Verständigung in Deutsch oder Englisch kein Problem.
v Die Luft an unserem Besuchertag war nicht besonders gut.
v Leider war nicht ausreichend Zeit um alle Sehenswürdigkeiten zu erkunden.
v Auf dem Rückweg nach Bad Polzin begegneten wir öfters großem Baumstammtransport. Es ist immer wieder bewundernswert wie unsere Fahrer Sergy das Vorbeikommen ohne Schrammen auf den schmalen oft unebenen Straßen, Bus schwankend, meisterte.
v Auf der Rückreise konnte man, nahe der Straße, größere Anlagen an Brennholzfabriken sichtigen. Wo auf großem Gelände viele Drahtbehälter gefüllt mit gespaltetem Kleinholz standen.
v Das mag auch ein Grund sein, dass wenn größere Mengen Holz verbrannt wird, für Kochen oder Heizen, in konzentrierten Siedlungen wie Dorf oder Stadt, dadurch die Luft stark belastet wird.
10.
Fahrt nach Henkenhagen und weiter nach Kolberg, 15. Mai
Die Fahrt ging über Köslin mit kurzer Pause in Henkenhagen.
Zu Henkenhagen:
v Da eine Küstenstadt war alles sauber, freundlich ausgerichtet.
v Häuser und Gärten schön gepflegt
v Schöner sandiger Strand
v Strand Cafés mit leckeren Angeboten und Läden unterschiedlicher Arten nach üblicher Manier einer Küsten- Touristenstadt.
v Wir trafen dort Urlauber von anderen Ländern, dies an Zeichen vom Bekanntheitsgrad.
v Anzumerken ist noch, dass das Landschaftsbild je näher man Richtung Osten fuhr, von der hügelig bewaldeten Landschaft wie unser Neustettiner Land, mehr zu offenem Flachland kam.
11.
Weiterfahrt nach Kolberg ca. 14.30
Zu Kolberg Innenstadt:
Unterschiedlich zu Bad Polzin und Neustettin, Kolberg steht im Glanz mit internationalem Flair.
v Groß breite und gepflegte Straßen
v Kaufhäuser und Boutique-Geschäfte im westlichen Stil.
o Angebot renommierter Marken, erster Qualität
o Gut dekorierte Schaufenster.
v Kaffeehäuser und Ambiente im westlichen Stil
v Gute Vertretung im Bankwesen
v Schöne Häuser aus unterschiedlichen Epochen
v Bedienungspersonal generell sehr freundlich
v Ein wunderschönes Rathaus in rotem Backstein, anscheinend von kriegerischer Einwirkung verschont. Es ist eine Perle.
v Wir trafen auf viele Besucher von unterschiedlichen Staaten. Also ein internationales Publikum und Atmosphäre
Wir verweilten 2 Stunden in Kolberg. In dieser Zeit konnten wir leider nicht alle Sehenswürdigkeiten aufsuchen. Wir werden bei einem nächsten Besuch versuchen, die Erkundung fortzusetzen.
Ich habe hier versucht eine Zusammenfassung der 5 Reisetage, in denen ich viel gesehen und erlebt habe, zu machen.
Bestimmt werde ich nachträglich, an so manches denken was ich hätte zufügen können.
Ich möchte auch hier die Gelegenheit nehmen und herzlichen Dank aussprechen an:
Anna Herzog und Rudi Dorow für die gute Betreuung und die immer hilfreich waren unsere Wünsche zu erfüllen.
Unserem Sohn Bernard möchten wir ganz besonders für seine Recherchen und Bemühungen, dass diese Reise zustande kam, ganz herzlich danken.
Die Knüpfung der vielen Kontakte, durch das Internet mit Anna und anderen Personen als auch die Planung einer Gruppenfahrt 2010, hat den entscheidenden Beschluss unserer Teilnahme gebracht.
Das Zusammentreffen mit Groß Krössinern und der gemeinsame Besuch, mit dem Bus, war eine besondere große Freunde.
Auch herzlichen Dank an Sergej, der uns unterwegs sehr gut mit Getränken, Würstchen und anderen Snacks versorgt hat. Er wusste immer wo und wann eine Pause eingelegt werden sollte. Seine sichere Fahrweise war sehr beruhigend und unverzichtlich.
Auch nochmals vielen herzlichen Dank an Anita geb. Laude und ihrem Mann sowie an Edith Lübke, die extra den Besuch nach Bad Polzin/ Groß Krössin gemacht haben, sodass wir uns wiedersehen und uns nach 65 Jahren umarmen konnten. Wir hatten uns gegenseitig sehr viel zu erzählen.
Ich freue mich sehr auf unsere Treffen und Reise ins Neustettiner Land vom 22.05. - 28.05.2011.
Walter Michaelis
Walter lebt heute in Süddeutschland.
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Rückblick auf die
Reise vom 12. - 16. Mai 2010 nach Groß Krössin
Wie schnell verfliegen doch Tage, wenn wir uns wohl fühlen und auf den Spuren unserer Kindertage gehen. Es waren schöne und erfüllte Tage. Auch Stunden, an denen alte Erinnerungen an Verletzungen an Leib und Seele wieder hoch kamen und durchlebt werden wollten.
Ein Teilnehmer, Walter M. hat viel gesehen und erlebt. Das erste Mal nach 65 Jahren kam er mit seiner Familie an den Ort der Kindertage zurück. Er sah das Haus wieder, das schon sein Opa gebaut hatte, suchte auf den Friedhof vergeblich das Grab des Bruders, traf ehemalige Nachbarn und Freunde wieder.
Demnächst dürfen wir einen Bericht von seiner persönlichen Sichtweise hier veröffentlichen.
Melanie B. hat einen Bericht verfasst. (Sie finden ihn unter Berichte.) Sie war diesmal die jüngste Teilnehmerin und ging die alten Wege der Großeltern. Bewegende Gefühle begleiteten sie durchs Dorf und die wunderschöne pommersche Landschaft.
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Gut Karlshöh
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Amtsblatt Köslin 1910 Seite 399 von 770 Der Gutsbesitzer SCHULTZE in Karlshöhe ist auf einen weiteren, vom 2. August d. Js. an rechnenden sechsjährigen Zeitraum zum Stellvertreter des Amtsvorstehers des Amtsbezirks Gr.-Krössin Kreis Neustettin ernannt worden.
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Pommernlied
1. Wenn in stiller Stunde Träume mich umweh‘n, bingen frohe Kunde Geister ungeseh‘n, reden von dem Lande meiner Heimat mir, hellen Meeresstrande düster'm Waldrevier.
2. Weiße Segel fliegen auf der blauen See, weiße Möwen wiegen sich in blauer Höh', blaue Wälder krönen weißer Dünen Sand: Pommernland, mein Sehnen ist dir zugewandt!
3. Aus der Ferne wendet sich zu dir mein Sinn, aus der Ferne sendet trauten Gruß er hin; traget, laue Winde, meinen Gruß und Sang, wehet leis und linde treuer Liebe Klang.
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4. Bist ja doch das eine auf der ganzen Welt, bist ja mein, ich deine, treu dir zugesellt; kannst ja doch von allen, die ich je geseh‘n, mir alleine gefallen, Pommernland, so schön.
5. Jetzt bin ich im Wandern, bin bald hier, bald dort, doch aus allem andern treibt's mich immer fort; bis in dir ich wieder finde meine Ruh, send' ich meine Lieder Dir, o Heimat, zu!
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Adolf Pompe (1852).
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Een fröhlich Hart, dat is dat best.
Dank Gott, wenn du een krägen hest!
Bernhard Trettelvitz
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Mein Pommerland
Kennst du das Land, wo stilles Wehen
Durch sanfte Täler, über Höhen rauscht,
wo oft mein Ohr dem süßen Flehen
mit stiller Wehmut hat gelauscht?
Es ist das Land am balt´schen Strand,
mein liebes, schönes Pommerland.
Kennst Du das Volk, das für die Hütte
So hart und fest in jedem Kampfe stand,
mit deutscher Art und deutscher Sitte
für Freiheit blut´ge Kränze wand?
Es ist das Land am balt´schen Strand,
mein liebes, schönes Pommerland.
Kennst du die holden Frau´ngestalten
Die schaffend an dem trauten Herde blüh´n,
mit steter Lieb´und Treue walten,
und in der Völker Lieder glühn?
Es ist das Land am balt´schen Strand,
mein liebes, schönes Pommerland.
Mich zieht es fort nach diesem Lande,
aus weiter Fern in seine Einsamkeit;
denn hier im weißen Dünenstrande
stand meine Wiege fern vom Leid.
Es ist das Land am balt´schen Strand,
mein liebes, schönes Pommerland.
Kennst Du die Wälder, klaren Seen,
bezaubert von des Himmels reinem Blau,
wo Hirsch und Rehe weidend gehen
auf duft´gem Anger, grüner Au?
Es ist das Land am balt´schen Strand,
mein liebes, schönes Pommerland.
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Aus Pommerns Geschichte
In der Zeit vor Christi Geburt war Pommern viele Jahre von den Germanen besiedelt, die es vom dritten bis zum achten Jahrhundert verließen.
Nach ihnen zogen die Wenden in das Land. Während langen Kämpfen errangen die Slawen um 995 für etwas drei Jahrzehnte die Herrschaft über Hinterpommern.
Um 1330 wurde Pommern von Otto von Bamberg dem Christentum erschlossen.
Der Name Pommern bedeutet „Das Land am Meer“.
Mit 465 km besaß es die größte Küstenlänge aller deutschen Länder und Provinzen. Hier an der Ostsee lagen die vielen Fischerdörfer und Seebäder.
Auf der Lebanehrung erhebt sich Pommerns größte Wanderdüne: 500m lang und 42 m hohe Lonkskedüne. Der pommersche Höhenrücken ist ein Überbleibsel der großen Eiszeit.
Die höchste Erhebung, der Schimmritzberg ist 256m hoch.
Der pommersche Höhenrücken bildet eine wichtige Wasserscheide für die zur Ostsee strömenden Flüsse mit ihren Mündungen der Persante in Kolberg, Wipper bei Rügenwalde, Stolpe in Stolpmünde und Leba bei der Stadt Leba.
Kiefern-, Eichen- und Buchenwälder prägen das Gesicht der Landschaft, durchsetzt mit vielen kleinen und großen Seen.
Der pommersche Bauer baute Kartoffeln, Zuckerrüben (Wrucken) und Getreide an. Auf vorbildlichen Saatzuchtgütern wurden hochwertige Roggen-, Hafer- und Kartoffelsorten gezüchtet.
Pommern war das bedeutendste landwirtschaftliche Überschuss gebiet Deutschlands; das Rügenwalder Amt und der Pyritzer Weizacker die fruchtbarsten Gebiete.
Die Stadt Stolp (50 000 Einwohner) wurde liebevoll „Paris des Ostens“ genannt. Schneidemühl ist auch heute noch ein wichtiger Eisenbahnknotenpunkt in Richtung Osten. Unsere Landeshauptstadt Stettin war „das Tor Berlins zur Ostsee“ (Oder- Havel- Kanal)und somit der wichtigste deutsche Seehafen mit den Werften „Vulkan“ und Oderwerke).
Herzog Barmin I von Pommern, der mit Recht der Städtegründer Pommerns genannt wurde, verlieh der Stadt Stettin am 03. April 1243 das Stadtrecht. Stettin wurde 1993, 750 Jahre alt (1940: 400 000 Einwohner).
Im 13. Jahrhundert erhielten die meisten pommerschen Städte das Stadtrecht. Kolberg wurde Hansestadt. Der gotische Mariendom in Kolberg, von 1280 bis 1320 erbaut, ist während des 2. Weltkrieges zerstört worden. Polen baut ihn wieder auf. Aber selbst die Steine sprechen heute noch deutsch. In den alten Grundmauern sind noch immer deutsche Inschriften zu lesen.
Einen tiefen Einschnitt brachte der 30 jährige Krieg (1618 – 1648), der die Bevölkerung Pommerns um die Hälfte reduzierte. Vorpommern kam unter schwedische Herrschaft. Hinterpommern fiel nach dem Aussterben des pommerschen Herzoghauses an Brandenburg und wurde somit preußisches Kernland. Nach der ersten Teilung Polens (1772) hatte es durch die Vergrößerung Preußens durch Posen- Westpreußen fast 150 Jahre lang keine Grenze zu Polen.
Erst 1918 wurde Pommern durch den Korridor wieder Grenzland zu Polen.
1938 umfasste Pommern eine Fläche von 38.409 qkm, es hatte knapp 2,4 Millionen Einwohner.
1845 ging unser Land an Polen verloren.
Durch Krieg, Flucht, Verschleppung, Vertreibung und Verfolgungen jeder Art erlitt die Bevölkerung allein in Hinterpommern einen Verlust von rund 500 000 Deutsche (26,4 v.H.).
Ursula geb. Lawrenz aus Naseband
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Mötst di nich argern,
hett keinen Wiert,
Mütst di blot wunnern, wat all passiert.
Mötst ümmer nich klook,
jeder hett Grappen,
du hest se ok.
Mötst di nich argern,
hett keinen Sinn,
ward di blot schaden, un bringt nix in,
ward an di freten
as Qualm un Rook,
is’t nahst vergeten,
büst grad so klook.
Mötst di nich argern,
is Unrecht di dahn,
haug mal up’n Disch –
un gliek is’t vergahn.
Kortis dien Lewen
Un lang büst du dod;
Minsch, blot nich argern,
nee, lachen deiht good!
Rudolf Tarnow
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Alle Birken grünen in Moor und Heid'.
Jeder Brahmbusch leuchtet wie Gold.
Alle Heidlerchen dudeln vor Fröhlichkeit.
Jeder Birkhahn kollert und tollt.
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Zum Blauhimmel hin wo ein Wölckchen zieht.
Ein Lied so fein und lind.
Wie ein Wölckchen, das über die Bäume zieht
wie ein Wollgrasflöckchen im Wind.
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Mein Herz es singt ein leises Lied,
ein Lied so fein und lind.
Wie Wölckchen, das über die Bläue zieht
wie ein Wollgraflöckchen im Wind.
Unbekannter Verfasser
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1. Brauchtum
Ostern:
Das Osterwasser aus dem Bach vor Sonnenaufgang des 1. Ostertages holen, war beliebter Brauch. Das Wasser holen musste ohne zu Sprechen von statten gehen, sonst hatte es seine Wirkung verloren. Sich mit dem Osterwasser zu waschen heißt, das ganze Jahr gesund bleiben.
Stiepen am Ostermorgen war allgemeiner Brauch. Mit einer Rute aus frischen Birkenzweigen, wurden Eltern oder Freunde aus dem Bett gestiept.
„Stiep, Stiep Osterei, gibst du mir kein Osterei, stiep ich dir dein Hemd entzwei“.
Pfingsten:
Erntezeit:
Weihnachten:
Hochzeit:
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2. Sprichwörter
He kann Flöh hausten hüren.
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Jungs un Hunn´hören tosanmmen.
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Wer mit Hunn´to Bedd geht, steht mit Flöh up.
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Wat van de Kau afstammt, bliwwt all sin Dag´´n Rindvieh.
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Dat Küken is klöker as´t Ei.
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Wenn die Muus satt is, schmeckt dat Mehl bitter.
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Wenn die Schwien satt sünd, stöttern se den Trog üm.
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Wer Vägel fangen will, möt nich mit´m Knüppel dornah schmieten.
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Je fetter de Flöh, je moagerer de Hund.
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Immer ruhig Blut, säd de Foß, dor beet he den Hahn de Kehl dörch.
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Kein Zick is so olt, se lickt girn Solt.
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3. Rezepte
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Alte Rezepte aus Pommern
oder die Lieblingsspeisen unserer Vorfahren!
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Stampfkartoffeln mit Buttermilch (Ilse G.)
Unzählige Rezepte gab es für diese sättigende, leckere Speise
Für 4 Personen
500 g geschälte Kartoffeln
¼ l Buttermilch
Salz
Pfeffer
Muskat
100 g geräucherten Magerspeck
1 Eßl. Mehl
Die Kartoffeln in Salzwasser kochen bis sie weich sind .Das Wasser abgießen, zerstampfen und zugedeckt warm halten. (Kochtopf in Handtuch wickeln und ins Federbett stellen).
Den gewürfelten Speck in der Pfanne anbraten, das Mehl zugeben und gut verrühren. Danach die Buttermilch soweit zugeben, bis eine dickliche Soße gerührt ist.
Die Speck- Buttermilchsoße gießt man auf die zerstampften Kartoffeln, rührt alles gut um und schmeckt es mit den o. g. Gewürzen ab.
Besonders lecker sind die Stampfkartoffeln, wenn noch frische Petersilie oder Schnittlauch unterrühren.
Dazu ein frisches Glas Buttermilch, ein grüner Salat und ein gebratenes Spiegelei ein beliebtes Hauptgericht.
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.Pommersche Kliebensuppe (Ilse G.)
Hier gibt es diverse Rezepte.
Kliebensuppe auch Klackerklieben genannt.
Für 4 Personen
1 l Milch
Abgeriebene Zitronenschale
Für die Klieben:
100 g Mehl
2 Eier
1 Teel. Zucker
1 Prise Salz
Die Zutaten für die Klieben miteinander verrühren. Etwas Milch oder Wasser zufügen, bis ein dicklicher Rührteig entsteht.
Die Milch mit dem Zitronenabrieb zum Kochen bringen.
Den Rührteig langsam in die kochende Milch einlaufen lassen und bei mäßiger Hitze weiterkochen.
Sobald die Klieben an die Oberfläche kommen, sind die Klieben fertig.
Nun kann die Suppe serviert werden.
Diese Speise wurde schon zum Frühstück gegessen. Doch gerade auch für Kinder ein gutes Abendessen.
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Pommersche Sandtorte (Norma B.)
6 Eier
¾ Pfund Zucker
1 Vanillezucker
¾ Pfund Kartoffelstärke
2 Eßl. Mehl
1 P. Backpulver
¾ Pfund Butter
Backofen vorheizen
170° - 180° eine knappe Stunde backen
Eier mit Zucker und VZ sehr lange schaumig rühren.
Mehl, Kartoffelstärke und Backpulver mischen und unter die Eimasse rühren.
Dann die aufgelöste, flüssige Butter einrühren.
In eine große Form geben und backen.
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Pommersche Dampfnudeln (Norma B.)
1 Würfel Hefe
80g Zucker
250 ml Milch
500 g Mehl
80 g Butter
½ Teel. Salz
Alles zu einem Hefeteig vermengen und im Warmen gehen lassen.
Dann Wasser in großem Topf zum Kochen bringen. Geschirrtuch über dem Topf binden. Hefeteig darauf geben und mit verschlossenem Deckel im Wasserdampf gar ziehen lassen.
Dazu zerlassene Butter und Blaubeerkompott.
Köstlich!!!!!!!!!!!
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