Groß Krössin / Kreis Neustettin -
Krosino/ Grzmiqca und Naseband/Nosibody
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Geschichte Groß Krössins

Zur Besiedlung des Neustettiner Landes

Das Dorf Crössin Groß Krössin

Groß Krössin - Geografische Lage

Vor- und Frühgeschichte

Die Weiterentwicklung des Dorfes

Bericht über die Einwohner im Jahre 1775

Die Kirche zu Groß Krössin

Die Pfarrer von der Reformation bis 1945

Die Legende von Pastor Gust

Flurnamen

Gemeindebezirk Groß Krössin

Rittergüter und deren Besitzer

Auszug aus einer alten Schrift

Heimatkalender von 1926

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Zur Besiedlung
des Neuen-Stettiner Landes
 
 
 
 
von
Emil Wille
 Professor am Fürstin Hedwig-Gymnasium, Neustettin
 
 
 
 
Begründung und Anfänge des Dorfes Großkrössin.
 
Dies Dorf scheint ebenso wie Valm von Bauern westfälischer Abkunft gegründet zu sein; wenigstens war es auch ein KNICKDORF.
            Über die Gründungszeit des Dorfs besitzen wir bisher nur die eine unbestimmte Nachricht, daß schon 1558 niemand mehr angeben konnte, wann seine Kirche erbaut worden sei; danach muss das Gotteshaus und damit auch das Dorf bereits damals schon sehr alt gewesen sein.
            Seinen Namen trägt es nach dem nö. davon gelegenen Dorf „kRESßN“; das 1387 zum ersten Mal urkundlich genannt wird und ursprünglich, höchstwahrscheinlich, eine pommersche Niederlassung war oder auf der Stelle einer solchen angelegt worden war.
Da es zweifellos von vornherein von deutschen Bauern gegründet wurde, erhielt es später zum Unterschiede von jenem den Namen Groß- Krössin.
            Angelegt am rechten Ufer der Persante war es zunächst ein wichtiger Unterkunftsort auf der alten Handels- und Salzstraße, die von Kolberg über Belgard am rechten Ufer des ebengenannten Flusses nach Persanzig und von dort über Neustettin nach Polen führte, wie es später bis in das vorige Jahrhundert hinein eine Station auf der Land- und Poststraße von Körlin nach Neustettin war.
           
            Die ersten sicheren Nachrichten vom Dorf führten in die Zeit um 1500. Damals finden wir das adlige Geschlecht der Triddemer in ihm ansässig, das aus drei Brüdern, Heinrich, Drews und Klawes bestand. Von ihnen starben Drewes und Klawes „erblos“, der eine eines gewaltsamen Todes, und es blieb Heinrich übrig, der sich mit einer von Anclam aus Berkau in der Neumark(Altmark?) verheiratet hatte.
            Er besaß zu seinem Rittersitze 7 Hufen in jedem der 3 Felder (nach Döbel, nach Kinkow und Zuch) zusammen 270 Morgen. Von diesen 7 Hufen bewirtschaftete er selbst 2 Hufen; die anderen 5 Hufen hatte er mit 3 Bauern besetzt; außerdem gehörte ihm ein Katen am Kirchhof, der jährlich 8 Hühner entrichtete. Auch bezog er von der Mühle eine jährliche Pacht von 1 Drömt (12 Scheffel) Roggen und malte auf ihr für seinen Hausbedarf mattfrei.
            Leider starb er ebenfalls ohne einen Sohn zu hinterlassen. Seine Witwe und seine beiden Töchter sollen sich zu ihren Freunden nach der Mark begeben haben. Das Lehn aber fiel an den Herzog zurück.
            Das geschah vor 1523, - denn in der Vasallentabelle von diesem Jahre ist das Geschlecht nicht mehr erwähnt, - und zwar noch vor dem 21. Januar 1521, da damals dem mit der Verwaltung des Amts Neustettin beauftragten Zabel von der Wolde unter anderem auch die Pacht der Mühle in Kressin verschrieben wurde. Ja, noch genauer läßt sich die Zeit bestimmen. In Verhören nämlich, die 1570 und 1572 angestellt wurden, heißt es, Heinrich Triddemer sei gestorben als Otto von Wedel(1514 – 1517) oder Heinrich Ramel (1517 – 1521) Hauptleute und er, Johann Knop; Rentmeister nur bis (1517 oder) 1518 das Rentmeisteramt bekleidet haben; denn damals wurde Paulus Klotze sein Nachfolger. Somit muss Heinrich Triddemer zwischen 1510 und (1517 oder) 1518 gestorben sein.
 
            Nach seinem Tode wurde Dorf und Gut Krössin von den herzoglichen Beamten eingezogen und der Hof Triddemers mit seinen 2 Hufen für 60 Mark einem Peter Raffin "zugeschanzt“. Damit war das Dorf jetzt ein reines Bauerndorf. Laut „“Eriract des Amtes Nigen Stettin von 1541“ entrichtete es damals 33 Gld:  28 Schl. Pacht (einschließlich 5 Gld. 15 Schl. Dienstgeld), während „persantzke 25 Gld. 16 Schl., Küdde 16 Gld. 25 Schl., Sparsee 13 Gld. 12 Schl., Gollnicz 11 Gld. 24 Schl., Streczke, 9 Gld. 8 Schl. Und Galow 4 Gld. 33schl. Pacht zahlen. Es war also das größte der Amtsdörfer.
 
            Wie oben gesagt worden ist, erhielt der Hauptmann Zabel von Wolde im Jahre 1521 zu seinem Deputat, auch die Pacht aus der Mühle Krössin; nachdem er 1544 gestorben war, wurde sie nicht wieder verliehen, sondern musste fortan an das Amt selbst abgeführt werden.
            Da nun die Mühle zu vielen Zeiten im Jahre das Dorf nicht genügend versorgen konnte, gestatteten der Hauptmann Klaus Putkammer und der Rittmeister Christoph Wassergrabe im Namen des Herzogs am 02.11.1567 dem Krössiner Bauer Peter Knut, auf der Santzenitz, einem rechten Nebenfluss der Tribgust, eine erbliche Wassermühle zu erbauen mit der Verpflichtung, nach Ausgang von 3 freien Jahren nach Fertigstellung der Mühle jährlich 4 Drömt Roggen an das Amt abzuliefern. Zum Bau der Mühle sollte ihm das nötige Holz angewiesen werden; die Bauern aber sollten es anfahren, sollten auch die „Scharppfähle“ in die Erde stoßen, 3 Tage Wrasen, Erde und Sand zum Damm und zum Stauen des Wassers herbeischaffen und sonst auch noch 4 Tage Handleistungen tun. Damit er nun seine Gebührnis desto besser entrichten könnte, sollte er zwei Acker außerhalb des Hufschlages der Bauern erblich erhalten, ebenso die Erlaubnis, auf dem Mühlenteich zu fischen,-
Damit er „den Herzog oder die Amtsleute. wenn sie durchzögen“ beköstigen könnte,- und 6 oder 7 Stück Holz im Krössinschen Gehege hauen und zur Mühle verwenden dürfe. Als Mahlgäste wurden ihm die Bauern von der einen Hälfte des Dorfes zugesagt.
            Was den einen der beiden vorhandenen K r ü g e betrifft, so waren seine beiden Besitzer, Matthias und Simon Pokrante, nachdem sie ihn lange Jahre inne gehabt hatten, auf ihm verarmt und verkauften ihn 1568 ihrem Vetter Peter Pokrante für 200 Gld. Dieser baute mit einem Aufwand von mehr als 50 Gld. den Hof nun auf und rodete auch „etliche Morgen aus hartem Stubben“.
            Da erteilte der Herzog in der richtigen Erwägung, daß er aus den 7 ehemaligen Hufen Heinrich Triddemers, die damals mit 5 Bauern besetzt waren, einen größeren Gewinn erzielen könnte, wenn er sie in Eigenwirtschaft nähme i. J. 1572 den Befehl, daß in Krössin eine Schäferei errichtet werde. Vergebens baten die Bauern und vor allem Peter Pokrante, dessen Hof und Acker mit eingezogen werden sollte, der Herzog möge von seinem Vorhaben abstehen. Dieser blieb bei seiner Verordnung, und Peter Pokrante erhielt den Bescheid: Da er ohne des Hauptmanns Wissen den herzoglichen „Freihof“ kaufsweise an sich gebracht habe, sei der Herzog nicht verpflichtet, das Kaufgeld zu erlegen. Was die Kosten für die neuen Gebäude angehe, so sollten diese besichtigt und dann weitere Verordnungen getroffen werden. Im übrigen solle der Bittsteller, wenn Gelegenheit im Amte vorhanden sei, berücksichtigt werden.
 
            Im Dorfe befanden sich damals 28 Bauern und 41 ½  Pachthufen. Von diesen legte man jetzt die 7 Hufen, die vormals zum Herrenhofe gehört hatten, zur Schäferei und ließ zu ihrer Besatzung aus den Schäfereinen in Galow und Stretzke zusammen 300 Schafe holen.
Die 34 ½ Hufen aber, die von den 41 ½ Hufen übrig blieben, wurden so geteilt, daß jeder Bauer 1 ½ Hufen erhielt; es waren somit fortan nur noch 23 Dienstbauern im Dorf vorhanden; unter ihnen befand sich auch der Krüger Peter Pokrante, der also gnädig behandelt wurde. Sonst wurde nichts verändert; d. h. der Kirche blieben 2 Hufen, dem Pastor ebenfalls 2 Hufen und dazu einige Kämpe und Kaveln und dem Schulzen und Müller je 1 Hufe.
            Inzwischen seit 1567 war es zwischen den Krössinern und den Gebrüdern Jochim, Dionis und Bernd Boninen als Besitzern der Feldmark Konow zu bösen Grenzstreitigkeiten gekommen.
 
            Die Bonine sahen nämlich ihre Grenze zwischen der Krössiner Feldmark und ihrer Feldmark Konow in der Gantzenitz von ihrer Mündung in die Tribgust an bis zum Einfall der Grehbeke in sie. Die Krössiner dagegen zogen die Grenze von der Steinburgschen oder Konowschen Brücke (über die Tribgust) an nach dem Enserbruch, von hier nach dem Ulenbruch, von der Brücke an (nach Krämerwinkel und Krämerfort) und weiter die Grehbeke entlang in die Santzenitz, also noch ein großes Stück nach Osten über die Santzenitz hinaus, wie sie auch im Amtsbuch verzeichnet stand.
 
                        Als nun Peter Knut auf der Santznitz seine Mühle verlegte, beschwerte sich die Bonine darüber, da die Hälfte des „gemeinsamen Grenzfließes“ ihnen gehöre, und beanspruchten wenigstens auch die Hälfte der Mühlenwacht. Hierauf verfügte der Herzog, Peter Knut solle die Mühle nicht bauen, bevor eine Kommission die streitige Grenze besichtigt und richtig gemacht habe. Aber die in Aussicht gestellte Kommissionerschien nicht, und Peter Knut erbaute seine Mühle. Ja 1574 errichtete er noch eine Scheune jenseits der Santzenitz auf- und pflügte hier auch einige Acker aus. Bald darauf starb er.
Die Bonine belangten nun seine beiden Söhne, Peter und Martin vor dem Hofgericht und forderten den Abbruch der Scheune sowie die Beschlagnahme des auf dem Acker gesäten Korns bis zu einer Grenzbesichtigung. Da die beiden Knuts auf wiederholte Vorladung des Hofgerichts sich nicht stellten, wurden sie in die Zahlung der Gerichtsunkosten verurteilt. Der weitere Verlauf des Prozesses ist nicht bekannt.
Soviel aber steht fest, daß eine Kommission nach der anderen zur Grenzbesichtigung ernannt wurde; aber keine von ihnen kam zur Ausführung; so blieb wenigstens die Mühle bestehen und zahlte keine Pacht an die Bonine.
 
            Neben diesem Streit mit dem Müller lief ein anderer zwischen der Krössiner Bauernschaft und den Boninern her.
            Schon 1577 klagten die Bonine über das Eindringen der Krössiner in ihre alte „Feldmark Konow“. Andererseits pflügten die Boniner über die Krössiner Grenze. Als sie dies 1575 wiederum taten, befahl der Herzog der Bauernschaft, das übergesätes Korn einzuernten und bis Austrag der Sache zur Aufbewahrung in das Dorf zu bringen. Da, wie oben gesagt ist, keine Kommission zur Besichtigung der Grenzen erschien, waren andauernd Klagen über Grenzverletzungen. Dabei kam es 1587 zu einem bösen Vorfalle. Als damals der Verwalter der Bonine Valentin Fuchs einen Kamp auf „der Bonine Konowschen Felde“ mit Buchweizen besät hatte, verbot der Hauptmann Jakob Kleist ihm bei 200 Gld. Strafe den Buchweizen einzuernten. Nun hatten die Krössiner Bauern die von ihnen beanspruchte Grenze durch große Kreuze bezeichnet; diese ließen die Bauern durch ihre Leute wegnehmen und an die rechte Stelle, die Grenze der Santzenitz, zurückbringen. Daraufhin fiel im Auftrage Jakob Kleists der Landreiter Andreas Voß (Fuchs) mit den Krössiner Bauern in der Nacht bei Valentin Fuchs ein und trieb all sein „Vieh und Pferde“ nach Neustettin. Erst nachdem diese lange Zeit vorenthalten waren, wurden sie ausgeliefert bis auf einen Ochsen, für den die Bonine 12 Gld. Erlegen mußten,- Doch 1590 heißt es: „von der Santzenitze bis an den Krämerforst und Winkel reißen die Bonine ein“. Schließlich aber haben sie sich doch mit der von den Krössinern geforderten Grenze zufrieden geben müssen.
 
            Am Michaelistage 1590 erfolgte abermals eine Veränderung  mit Krössin und zwar insofern als es jetzt den Herrn wechselte.
 
                        Der Oberkämmerer und Rat Herzog Johann Friedrichs, Peter Kameke zu Lassehne gesessen, trat nämlich das Dorf Dartz bei Stargard a. J., daß er außer 11 Hufen, die Joachim Stettin dort besaß, und 5 Hufen, die der Kirche zu Rasehl zuständig sein sollten, von Jost und Kurt Dewitz zu Daber für 9500 Gld. Erblich gekauft hatte, an das Amt Friedrichswalde ab, wogegen der Herzog ihm und seinen Erben das Dorf Krössin mit dem Ackerhofe und der Schäferei somit allen Vorrat an Vieh und Korn, auch freier Holzung, Mast und Fischerei in der Eschenringe und Reppelin, soviel er zum Hofe benötigte, verschrieb so lange bis die 9500 Gld. Wieder ausgezahlt sein würden.
            Der Ackerhof und die Schäferei bestanden damals aus einem Wohnhause von 12 Gebinden mit 2 Stuben und 2 Schlafkammern, einem Schafstall von 25 Gebinden mit je einem Tor auf den beiden Schmalseiten und der dem Hofe zugekehrten Langseite, einer Scheune von 19 Gebinden mit einem Vorder- und Hintertor und einem noch nicht vollständig fertiggestellten Gebäude, das von Marienthron bisher geschafft worden war.
            An Schafen waren 749, an Schweinen 30 und an Gänsen 7 Stück vorhanden.
An Roggen hatte man 909 Stiege geerntet, davon waren bereits 13 Drömt 8156 Schf.) ausgedroschen und zur Bestellung der Wintersaat verwandt. Der Vorrat an Gerste machte ungefähr 7 Drömt aus, der an Hafer 90 Stiege und an Erbsen 2 Viert. An Heu lagen noch 55 Fuder auf dem Boden. Die ausgesäte Wintersaat hatte 12 Drömt betragen und im Sommer waren 47 Schf. Gerste, 78 Schf. Hafer und 1 ½ Scheffel Erbsen ausgesät worden.
            An Land gehörten zum Hofe 7 Hufen in jedem Felde, zusammen 270 Morgen. Dazu kamen ein Kamp von 2 Hufen, der jedes Jahr bebaut wurde, und 4 Kämpe von je 20 – 22 Ruten Breite.
            An Wiesen besaß der Hof drei: 1 im Wustransischen Forde, 1 im Wuholde und 1 dritte, die Herrenwiese genannt, auf denen zusammen 161 Fuder Heu geworben werden konnten.
            Mit der Holzung aber war es schlecht bestellt; denn im wesentlichen hatte man nur ein Gehege von jungem Eichenholz, daß 1 Morgen lang und ½ Morgen breit war.
            Ging man ins Dorf, so sah man auf seiner höchsten Stelle die Kirche, einen massiven Bau mit einem Holzturm, in dem 2 Glocken hingen, während eine dritte über der Kirche angebracht war. Um das Gotteshaus zog sich ein Kirchhof, der mit einer Steinmauer eingefasst war und von alten Bäumen beschattet wurde. Auf ihm, rechts von dem südlichen Eingang in die Kirche, stand (und steht noch jetzt) ein Weihwasserstein, den man nach Einführung der Reformation aus der Kirche hierher geschafft hatte.
            In der Nähe lag das Pfarrhaus mit einem kleinen Gehöft; denn zur Pfarre gehörten 2 Hufen und etliche Kämpe und Kaveln. Der Pfarrer hieß Ern Petrus Krüger. Er war der erste evangelische Prediger des Orts und wartete schon 35 Jahre lang seines Seelsorgeamts. Nachdem er bereits 1570 eine Kirchenvisitation erlebt hatte, stand ihm in wenigen Wochen eine zweite bevor.
            An beiden Seiten der breiten Dorfstraße zogen sich die Bauernhöfe hin. Es waren ihrer 24 einschließlich denen des Schulzen Peter Ratzmer und der beiden Krüger Peter Pokrante und Martin Mundt. Jeder Bauer besaß, ohne die Kaveln, 1 ½ Hufen, abgesehen von dem Schulzen, dem nur 1 Hufe gehörte. Sämtliche Höfe waren Kaufhöfe, und ihre Inhaber hielten das Inventar desselben für ihr Eigentum und wollten keine Hofwehr empfangen haben.
            Der Schulz, als Freischulz, gab weder Pacht, noch leistete er Pflug- oder Wagendienste, sondern bestellte nur dem Herzog Fuhren und besorgte Briefe und was sonst aus dem Amt und in das Amt verordnet wurde.
            Die übrigen 23 Bauern waren Dienstbauern, nämlich Kleinschmidt: Adrian, Argidius, Ehim (Joachim), David, Mattheus, Michel, Tewes; Nafin: Franz, Hans, Karsten, Michel, Peter;Pokrante: Chim, Chim, Hans, Peter; Knut: Marten, Peter; Mundt: Casper, Marten; Feinke: Jakob; Kollasn: Thoman; Teske: Chim. 19 von ihnen entrichteten jährlich an das Amt 1 Gld. Pacht und 1 Rauchhuhn, 2 je 16 Lbsch. An das Amt, ½ Tlr. Dem Ortspfarrer, und 1 Rauchhuhn.
            Die beiden Krüger Peter Pokrante und Marten Mundt außer 1 Gld. Pacht und 1 Rauchhuhn, als Krüger noch je 2 Tonnen Bier und ½ Gld. Krugpacht bezw. noch 3 Gr. an den Landreiter. Beide hatten nach ihrem Lehnbrief vom 7.7.1580 die Erlaubnis selbst Bier zu brauen und Malz zu machen. Fremdes Bier durfte im Dorf nicht ausgeschenkt werden, außer was die Einwohner zu ihren Hochzeitlichen und anderen Ehrentagen benötigten.
            Außer den 24 Bauern wohnten auch noch 6 Kossaten im Dorfe, die einige Kämpe, Kaveln und Wiesen inne hatten. Simion Zegenbarth, Gregor Bülowen Witwe, Jacob Nawin, Jakob und Thomas Pokrante und Jacob Mund. Auch ihre Katen waren Kaufkaten. 2 von ihren leisteten ganzen Kossatendienst und gaben je 16 Hühner Pacht; ein dritter lieferte statt der 16 Hühner nur 8; ein vierter und ein fünfter taten nur halben Kossatendienst und der eine von ihnen mußte dazu 8 Hühner entrichten. Der sechste endlich, Jacob Mund, der zugleich Krüger war, tat ganzen Kossatendienst und zahlte ½ Gld. Krugpacht.
 
           
            Nun hatte Peter Pokrante i.J. 1589 geklagt, daß obwohl bei Anlage der Schäferei verordnet worden sei, daß außer seinem Kruge nur noch einer im Dorfe sein und der dritte ganz abgeschafft werden sollte, gleichwohl jetzt zwei seiner Mitnachbarn, Marten und Jacob Mund, neben ihm zu malzen, brauen und Bier zu schenken sich unterständen, und der Herzog hatte auch den Hauptmann angewiesen, den beiden Munds ernstlich einzubinden, von ihrem Vorhaben abzustehen, trotzdem aber bestanden noch zur Zeit des Uebergangs des Dorfs an Peter Rameke noch 3 Krüge. Als nun Jacob Mund darauf hinwies, daß sein Krug der älteste sei, die beiden anderen aber neue, aufgeworfene und eingeflutete Krüge wären, in seinem Kruge die meisten Fremden einkehrten, da er an der Landstraße am besten läge, Bequemlichkeiten an Ställen und Losamenten böte und eine Ein- und Hinterausfahrt hätte, erhielt er denselben nun in Erbpacht, während die beiden anderen Lehnskrüge blieben. Es bestanden von jetzt an also drei privilegierte Krüge im Dorf.
            Endlich ist auch noch von dem Mühlen und Müllern zu sprechen. Die beim Dorf liegende Mühle (Obermühle) war 1572 von Peter Raffin für 200 Gld. an Adrian Goteß verkauft worden. Damals hatte sie noch 1 Hufe gehabt, diese war ihr inzwischen genommen .Jetzt 1590, wurde sie von der Witwe des Goteß versehen; sie mußte noch 3 Drömt Mühlenpacht geben. Auf der Mühle mahlte die eine Hälfte des Dorfs. Zu ihr gehörten ein Mühlenhäuschen, eine kleine Scheune und ein alter Katen.
            Der zweite Müller, auf der Santzenitz, hieß jetzt Urban Schmidt. Er hatte die Mühle am 30.05.1509 für 105 Gld. Von Peter Knut, dem Sohne ihres Erbauers gekauft. Bei ihm mahlte die andere Hälfte des Dorfs. Als Mühlenpacht entrichtete er 4 Drömt Roggen BELGARDER Maß. Die Baulichkeiten bestanden aus einem Mühlenhause von 6 Gebinden mit 2 Keulenden, einer alten Scheune von 4 Gebinden und noch einem kleinen Häuschen.
            Am 18. Dezember erschienen Franz von Dewitz, Hauptmann Jakob Kleist und Rentmeister Moritz Thelemann und Peter Kameke in Krössin und wiesen ihn, nachdem sie ein Inventar der Schäferei und ein Verzeichnis der Bauern und Kossaten aufgestellt hatten, in das Gut und das Dorf. In Anschluß daran verbot der Rentmeister den Bauern, ihre Höfe ohne Vorwissen des Amts zu veräußern und ordnete an, daß sie die Instleute, die sich bei ihnen angefunden hatten, wieder abschaffen sollten.
            Er selbst behielt Dorf und Gut Krössin in seiner Verwaltung und mußte Peter Kameke jeder zeit Rechnung legen.
            Schon fast 10 Jahre waren verstrichen, ohne daß an die Rückzahlung der 9500 Gld. Gedacht worden wäre, da Anfang 1600, beschlossen die Landstände, daß alle veräußerten Tischgüter wieder eingezogen werden sollten, also auch Krössin. So begaben sich der Hauptmann Wedige von Wedel, Asmus Kleist und der Rentmeister Samuel Lew im Auftrage des Herzogs am 3. Mai nach Krössin, verpflichteten die Bauern durch Handschlag, dem Herzog zu dienen und zu gehorchen, und nahmen den Ackerhof und Schäferei wieder ein, indem sie den Graf an das äußerste Tor schlagen ließen, auch den Hofmeister vereidigten und das vorhandene Vieh zählten, sowie das Korn maßen. Damit war Gut und Dorf Krössin wieder herzoglich geworden.
 
 
 
(Rechtschreibung der alten Unterlagen.)
           
 
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Das Dorf Crössin Groß Krössin
 
Wohl selten hat sich ein Dorf in Pommern so verändert wie Groß Krössin in den 125 Jahren von 1775 bis 1900. Das trifft nicht nur für seine Struktur, sondern auch für seine Bewohner zu.
Während bei der Aufstellung der Taxe für die Generalpacht im Winter 1775/76 im Amt Neustettin noch ein Freischulzenhof, 22 Bauernhöfe, 4 große, 4 kleine Kossäten und 6 Büdner namentlich aufgeführt werden, hat die Teilung der Höfe in 125 Jahren einen solchen Umfang angenommen, dass kein ungeteilter Bauernhof mehr vorhanden ist. Aber nicht nur die Teilung, sondern die Zusammenfassung ganzer Höfe zu größeren Wirtschaftseinheiten veränderte das Gesicht des Dorfes.
         So wurden in dieser Zeit 3 Bauernhöfe zum Gut Carlshöhe, 3 weitere unter demselben Besitzer zum Gut Oberhof und 3 andere zum Gut Groß Krössin zusammengefasst, deren Besitzer nacheinander von Versen, Heinrich, Haller und Leo von Kleist waren.
         Eins dürfte feststehen, dass bei dieser Bildung der Güter das sogenannte „Bauernlegen“ keine Rolle gespielt hat. Nachdem die Separation (heute Flurbereinigung) durchgeführt war, lag bei einem Areal von über 2000 ha ein Teil des Bauernlandes bis zu 1,5 km von der Dorfmitte entfernt, so dass eine rationelle Bewirtschaftung auch in damaliger Zeit nicht möglich war. So lag es nahe, diese Gebiete zu größeren Wirtschaftseinheiten zusammenzufassen und die Wirtschaftsgebäude an einer günstigen Stelle außerhalb des Dorfes zu errichten, wozu aber oft das Geld fehlte. Anderseits musste in Kauf genommen werden, dass der Weg zu Wiesen und Weiden sehr weit wurde.
         Leider ist heute nicht mehr festzustellen, welche der alteingesessenen Familien damals das Feld geräumt haben.
         Aber nicht nur diese 9 Höfe, sondern auch noch 2 weitere wurden größeren Einheiten zugeschlagen. So sollen die Ländereien des Mausschen Hofes, auf dessen Hoflage später die Anwesen von Erich Manke, Minna Ramlow und Max Engwer lagen, vom Gut Kiekow angekauft worden sein.
         Eine Kate im sogenannten „Wurstwinkel“, die bis in die letzte Zeit zum Gut Zuch gehörte, deutet darauf hin, dass sie einstmals Bestandteil eines Krössiner Hofes war, der inzwischen seinen Besitzer gewechselt hatte.
         Das Schicksal des Mausschen Hofes haben noch andere teilen müssen, so der Ruhnkesche Hof, aus dem die Grundstücke von Pape und Jandt entstanden waren. Vom Hofe Remus wurden die Wirtschaften von Hermann und Karl Ristow sowie von Friedrich Flemming gebildet.
         Dem Besitzer des Westphalschen Hofes gehörte vorher         die Kreuzmühle (richtiger wohl Karauschenmühle), die durch den Verkauf in den Besitz des Rittergutes Balfanz überging und in eine Pachtmühle verwandelt wurde. Den oft genannten Tankschen Hof mit der Gastwirtschaft erwarb nach 1870 der Lehrer im Ruhestand Friedrich Wilhelm Sendelbach, dessen Enkel ihn bis zur Vertreibung besaß.
          In der Zeit, als die Güter Oberhof, Carlshöhe und Krössin entstanden, erwarb der Bauer Gottfried Molzahn aus Kowanz, Kreis Kolberg/ Körlin, für seine Söhne Gottfried, Daniel und David je einen Hof, und zwar für Gottfried den Freischulzenhof, für Daniel den ostwärts davon gelegenen Ottschen Hof und für David den Hof, dessen letzter Besitzer Fritz Molzahn war. Die Größe der Höfe betrug ungefähr 240 bis 260 Morgen, nur der von David Molzahn hatte eine Größe von 300 bis 320 Morgen, höchstwahrscheinlich dadurch, dass viel Wald dabei war. Das ursprüngliche Erbe betrug 160 Morgen. Nachträglich wurden die Grossenwiese und die Plenkenheide dazu gekauft.
         (Fritz Molzahn fand nach der Flucht in Timmelah bei Braunschweig eine neue Heimat. Das Schicksal hat ihn nach fast 300 Jahren dahin verschlagen, von wo seine Vorfahren 1648 einst nach Kowanz kamen. Es war der Ort Schandelah, 10 km ostwärts von Braunschweig.)
                   Gottfried Molzahn teilte später den Freischulzenhof. Eine Hälfte bekam sein einziger Sohn August W.G. Molzahn, der seinen Anteil parzellierte und dann einen Hof in Zülkenhagen kaufte.
Die andere Hälfte bekam Daniel Gottfrieds älteste Tochter Friederike, die Ludwig Wittstock heiratete, der aus einem Bauernhof in Klanin bei Bublitz stammte. Der letzte Besitzer war Paul Wittstock, der auf der Flucht mit Emil Pagel, Ernst Schultz, Robert Dorow und Max Höfs in Fritzow von den Russen gefangen und mit unbekanntem Ziel verschleppt wurde. Von allen fünf hat man nie wieder etwas gehört. Auch der Nachbarhof von Daniel Molzahn kam nach Jahrzehnten in andere Hände, als sein Besitzer starb und die Witwe den aus dem Kreis Belgard stammenden Bauern Otte heiratete.
         Und welch ein Wandel hat sich bei den 1775 noch führenden Familien vollzogen!
Von den Pokrants, die um diese Zeit noch 5 Bauernhöfe, eine Kossäten- und eine Büdnerstelle innehatten, waren 1900 nur noch 2 übrig, beide aber ohne Besitz. Fast das gleiche Schicksal traf die Kleinschmidts. Sie waren 1775 noch 3 Bauern, einen Großkossäten, einem Büdner und einem Anlieger vertreten. 1945 gab es nur noch einen Namensträger mit einem kleinen Anwesen. Einer seiner Vorfahren war es, mit Namen Adrian, der 1585 den Kampf gegen den vom Schloßhauptmann Jakob Kleist in “Niegenstettin“ begünstigten Hans Cujat aufnahm. Er nannte den Cujat eine „umtreibende Person“, reiste siebenmal zu seinem Herzog nach „Altenstettin“ und kam schließlich doch in den Besitz des Hofes seines an Pest verstorbenen Onkels.
         Erwähnenswert wäre noch, dass der gegenüber der Schule wohnende und mit einem Kuhgespann ackernde Emil Ratzmer ein Nachkomme des einstigen Freischulzen Martin Ratzmer war.
         Ganz verschwunden waren die Familien Bülow, Gaede, Zahn, Naffin, Dubberstein, Ziegenbarth und Schubring.
Von den 22 Bauern aber waren 1945 nur noch einer auf dem seit rund 300 Jahren im Familienbesitz gebliebener Hof. Das war Ernst Mundt. Freilich war auch dieser Hof schon geteilt.
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„Nachwort“ von Walter Wittstock, ergänzt durch Unterlagen von Berthold Molzahn, Nachkomme von David Ludwig Molzahn. Neu geschrieben von H.J. Molzahn, Nachkomme von Daniel Gottfried einzigem Sohn August Wilhelm Gottfried Molzahn, Zülkenhagen. 1982
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Groß Krössin
          Geografische Lage            
 
Unser Heimatdorf, das ca. 1000 Einwohner zählte, hieß bis 1945 Groß Krössin, früher Crössin.
Es liegt auf der Nordabdeckung des Pommerschen Höhenrückens in Kreise Neustettin an der Persante und ist auf dem Messtischblatt Nr. 2163 (früher 780), dem es den Namen gibt, in 16° und fast 20° östlicher Lange von Greenwich zu finden.
Die Persante entspringt in Persanzig, verlässt nach 32 km in Krössin den Kreis Neustettin, und mündet nach einer Lauflänge von 165 km in Kolberg in die Ostsee. Wir nannten sie Bäck (Bach), obwohl sie nach dem preußischen Wasserrecht ein Fluss 1. Ordnung und teils schiffbar war. Bei uns war sie es nicht.
Die Persante hatte von Treptows Mühle im Osten bis zur Balfanzer Schleuse im Westen ein Gefälle von 2,5 m. Sie war durchschnittlich 1 bis 1,5m tief.
Im Süden bildete die Persante die Grenze zu den Gemarkungen der Dörfer Zülkenhagen, Balfanz und Borntin. Im Westen und Osten verliefen die Grenzen nach Döbel hin am Scheitelflließ und zu Zuch an der Triebgust( wir nannten sie Trübgust) entlang. Im Norden besaß Krössin keine natürliche Grenze. Diese verlief hier quer durch Wälder und Felder von den Klepperbergen im Westen bis zum Ziegenberg im Osten und berührte die Gemarkungen der Dörfer Kiekow, Villnow und Naseband. Die Klepperberge, nordwestlich von Oberhof, einem Vorwerk Krössins, gelegen, waren mit 116,4 m die höchste Erhebung in unserer Gemeinde. Am Ziegenberg führte einige hundert Meter die Bahnlinie der Strecke Belgard- Neustettin, die im Jahre 1878 gebaut worden war, durch Krössiner Gebiet.
 
Groß Krössin war ein Straßendorf, das sich in ost-westlicher Richtung in einer Länge von 1,2 km erstreckte. Auch in Nor-Südrichtung dehnte sich das Dorf an der Kreisstraße, die vom Bahnhof Villnow nach Lucknitz führte, in den 30er Jahren immer weiter aus.
Die Kreisstraße durchquerte fast in der Mitte, aber nicht gradlinig das Dorf. Gegenüber dem Dorfplatz, auf dem das Transformatorenhaus stand, mündete sie von Norden her auf die Dorfstraße ein, bog dort nach Osten ab und führte dann hinter dem Grundstück von Hermann Haß nach Süden an der Kirche, den Mühlenteichen und dem neuen Friedhof vorbei über die Persante hinweg nach Balfanz.
 
Sie teilte das Dorf zwischen dem Wruck´schen und Schmidt´schen Grundstücken im Ortsteil zweigte die Mittelstege nach Süden ab. Sie bog hinter dem Ratzmer/ Klemz´schen Grundstück nach Westen, führte an der Schule und dem gegenüberliegenden Grundstück des Schneidermeisters Wilhelm Otto, dann in einem weiten nach Süden ausweichendem Bogen mit Gefälle an der Kirche im Norden und den Pastorenscheunen im Süden vorbei auf die Kreisstraße. Bis zur Schule war die Mittelstege gepflastert.
Etwa im Scheitelpunkt der Kurve führte zwischen Pastor- und Schulscheune ein Feldweg, der sogenannte Staffke, nach Süden.
Dieser Feldweg lief am unteren Schulgarten, dem Pastorgarten, über das östliche Mühlenfließ, am alten Friedhof und Turnplatz, an Theodor Lüdtkes Grundstück vorbei und endete am Plänkenfließ.
Von diesem Feldweg kam man Unterhalb des Binsenherras auf einem schmalen Feldweg an die Persante.
 
150m flussaufwärts von der neuen Brücke hat die alte Brücke gestanden. Im Bett der Persante standen dort noch alte Pfahlreste. Da der Staffke in seiner Anlage viel breiter war, als andere Feldwege in der Gemarkung, ist zu vermuten, dass es sich hier um einen Teil der alten Salzstraße handelt, die von Kolberg entlang der Persante und Küddow nach Polen führte.
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Vor- und Frühgeschichte
 
 
Vor den Wenden lebten Germanen, zunächst Goten und dann Burgunder in unserer Heimat. Ihr Hauptsiedlungsgebiet lag in der Weichelniederung. Dorthin kamen sie von Skandinavien. Dabei ergriffen die Burgunder auch Besitz von Bornholm, das früher Burgunderholm hieß. (Gebhard Bd. 1 § 3 Anm. 4)
So in der Mitte des 2. Jahrhunderts, und am Anfang des 3. Jahrhunderts, also während der Völkerwanderung, verließen die Burgunder ihr Siedlungsgebiet. Anfang des 5. Jahrhunderts wandern sie über den Mittelrhein in das damalige Gallien ein und ließen sich anschließend im Rhonetal nieder. Sie geben der dortigen Landschaft ihren Namen. (Gebhard S. 14)
         In die an der Weichsel verlassenen Gebiete drängen und schoben die Wenden nach. Sicher sind auch einige Bewohner im alten Siedlungsgebiet zurückgeblieben. Diese Familien wurden von den Wenden einfach Burgunder genannt. Daraus entstand durch Lautverschiebungen im Laufe der Zeit der Name Pergande. Diesen Namen gibt es noch heute und gar nicht so selten.
Den sicheren Nachweis jedoch, dass in und um Crössin Germanen sesshaft waren, liefern die Bodenfunde. Auf der Feldmark unseres Dorfes sind mehrere Steinkistengräber gefunden worden.
         Ein Grab ist Ende der 20er Jahre auf der Anhöhe 1 km nördlich des Dorfes unmittelbar westlich neben der Straße nach Villnow in Höhe des Gehrt´schen Abbaus beim Pflügen entdeckt, und dann ausgegraben worden. Als Beigabe ist in dem Grab eine bronzene Fibel gefunden worden. Es wird sich deshalb um ein Frauengrab gehandelt haben. Historiker haben dieses Grab der Eisenzeit (La Tenezeit) zugeordnet. Die Steinkiste mit Urne und Fibel sollen in einem Museum in Berlin aufgestellt worden sein. Sie sind jedoch weder in West- noch in Ostberlin zu finden.
         Ein zweites Steinkistengrab ist Mitte der 30er Jahre auf dem neuen Sportplatz (Planquadrat 5586 hoch 5968) gefunden worden. Rudi Dorow, Helmut Baller werden sich an die Ausgrabung erinnern. Dabei war auch noch Wilhelm Sendelbach, der in Russland gefallen ist.
 
         Unweit dieses Steinkistengrabes ist auch eine vollständig erhaltene wendische Urne gefunden worden.
Aus der Lage der Gräber zueinander kann – vielleicht - gefolgert werden, dass die Wenden möglicherweise die Wohnanlagen der Burgunder übernahmen und was nach der Deutung des Namens sicher ist, aus den einzelnen Anlagen ein Dorf gründeten.
Die germanischen und wendischen Urnen unterscheiden sich voneinander.
Während die Wenden in der Frühzeit und bei einfachen Stammesangehörigen die Urnen nur in den Boden eingruben, setzten die Germanen ihre Urnen in einem Steinhaus, der sogenannten Steinkiste, die aus mehreren zurecht gehauenen Granitsteinen bestand, bei.
Auch in Größe, Form und Farbe gab es Unterschiede. Die wendischen Urnen waren größer, hellgelb aus Lehm gebrannt und glichen einer an beiden Polen abgeplatteten Kugel.
         Die germanischen Urnen waren kleiner, aus Ton gebrannt und deshalb dunkler. Sie verjüngten sich nach oben hin zu einem Hals und besaßen einen Deckel.
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         Nachdem die Burgunder nach Südwesten abgewandert waren, rückten slawische Stämme in die verlassenen Gebiete nach. Das Wort Slawen ist gotischen Ursprungs und heißt Schweigende. Goten und Slawen waren zeitweise Nachbarn. Sie konnten sich wegen ihrer unterschiedlichen Sprachen nur schweigend verständigen.
         Die Wenden und Polen waren und sind slawische Völker. Zu den West- und Ostseewenden gehörten die Obotriten (Mecklenburger) die Polaben (Ostholstein), die Wagren um Stargard, die Liutizen (Vorpommern), die Zapenjanen (bei Greifswald) und die Pomeranen in Mittel- und Hinterpommern. Die Pomeranen, was in unserer Sprache so viel bedeutet wie Meeresanwohner, gründeten u. a. die Städte Stettin, Camin, Kolberg, und Belgard. Sie lebten in Pomorje, dem Küstenland.
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         Die Greifen, das sind die Fürsten Pomojen, hatten es nicht leicht. Sie mussten ihr Land gegen Dänen, Brandenburger, Polen und den Deutschen Ritterorden verteidigen. Um diesen Widerwärtigkeiten einigermaßen begegnen zu können, wollten sich die Herzöge des Greifengeschlechts um 1181 dem Deutschen Kaiser als Reichsfürsten unterstellen. Das lehnte Friedrich I von Schwaben, wohl weil er selbst genug Ärger mit Heinrich dem Löwen aus Braunschweig hatte, ab.
Als das Greifengeschlecht 1637 ausstarb, das bis dahin noch die Länder Schlawe, Stolp und Rügen erworben hatte, hätte Pomorje durch Erbvertrag an Brandenburg fallen müssen. Aber damals tobte gerade der 30 jährige Krieg. Deshalb konnte der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm, der von 1640 – 1680 regierte, erst nach Kriegsende (1648) Hinterpommern, ohne die Odermündung, Brandenburg einverleiben.
         Nachdem sich Kurfürst Friedrich III 1701 zum König von Preußen als Friedrich I gekrönt hatte, wurde Hinterpommern preußisch und blieb es.
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         In der Wendenzeit, die von 800 – 1200 gedauert haben soll, fielen zwei wichtige Ereignisse.
a)   die Christianisierung
b) Die Kolonisierung.
 
a) Die Christianisierung
besorgte der Bischof Otto von Bamberg, der auch „Pommernapostel“ genannt wurde.
Es sollen „greifbare“ historische Nachrichten vorhanden sein, dass dieser Mann in den Jahren 1124 und 1125 große Teile Pommerns bereiste.
Er kam nicht direkt von Bamberg, sondern nahm einen Umweg über Polen, weil er von Boleslav von Polen nach dort eingeladen war. (Handbuch S. 305)
In Pyritz taufte er die ersten Pommern. Dann reiste er weiter nach Camin, Wollin, Stettin und zurück nach Kolberg und Belgard. Als er dort war, entschloss er sich zur Heimreise über Polen.
Dabei kann er nur, wie die Autoren des Buches „Der Kreis Neustettin“ meinen, seinen Weg an der Persante aufwärts und der Küddow abwärts genommen haben. Dann muss er auch durch Crössin gekommen sein.
Die Pommern blieben nicht lange katholisch.
Schon 1534 wurde auf dem Treptower Landtag die Einführung der Reformation beschlossen. Das besorgte der in Wollin geborene Johannes Bugenhagen, der ein Mitarbeiter Luthers war.
 
b) Die Kolonisierung
Pommern war einst ein fast wüstes Gebiet. Im 12. Jahrhundert begann hier die Kolonisation. Der „neue Brockhaus“ spricht davon, dass zu dieser Zeit an der Ostseeküste von Rügen bis Danzig der Neustamm der Pommern zu entstehen begann. Er setzte sich aus eingewanderten Niederfranken, Niedersachsen, Mitteldeutschen und Wenden zusammen.
In Ostpommern sollen sich hauptsächlich Mitteldeutsche angesiedelt haben. Das sind Deutsche, die in der Großlandschaft mit dem Erzgebirge im Südosten, dem Thüringer- und Frankenwald, dem Fläming im Norden und dem Lausitzer Bergland im Osten wohnten. (Neuer Brockhaus).
         Nach Emil Wille, in „Zur Besiedlung des Newen-Stettiner Landes“, soll der Kreis Neustettin in zwei Perioden besiedelt worden sein; der nördliche Teil, der ursprünglich zum Lande Belgard gehörte, vom 13. Bis zum 15. Jahrhundert und der südliche Teil ab dem 16 Jahrhundert. Zu dieser Zeit der Besiedlung entstanden neue Dörfer. Unter den Neugründern, die Wille aufführt, ist der Name Crössin nicht zu finden. Crössin muss demnach damals schon als Dorf bestanden haben. Das sich Im Dorf auch Deutsche angesiedelt haben ist sicher und nachweisbar durch die Familiennamen.
         Das Dorf kann über 1000 Jahre alt sein, wenn die Urnenfunde den Schluss zuließen, dass hier eine Ansiedlung von Menschen vorhanden war.
So nebenbei:
Bei den Landnehmern wird es sich um Söhne gehandelt haben, die das väterliche Erbe nicht antreten konnten, sich aber einen Besitzstand schaffen wollten. Es werden sich dann mehrere Männer, aus welchen Gründen auch immer, mag dahinstehen, zusammengetan haben, und mit Kind und Kegel ins neue Land am Meer gezogen sein.
So einer Siedlungsgemeinschaft sind dann etwa 40 – 60 Hufen, eine Hufe hatte 7,5 ha = 30 Morgen, zugeteilt worden.
         Einer aus der Gemeinschaft musste nun dem Landesherrn oder seinem Beauftragten die gesamte Pacht zahlen.
Dieser Lokator oder Vorpächter behielt einen Teil des Landes, das er selbst bebaute, und verpachtete den größten Teil an seine Mitsiedler. Diese mussten ebenfalls Pacht, meist in Naturalien, entrichten. Menge und Umfang der Schuld hieß er ihnen.
So wurde aus dem Lokator der Schultheiß, abgekürzt Schultz, der spätere Bürgermeister und Steuereinnehmer.
War er tüchtig und versah seinen sein Amt redlich, konnte er von Abgaben freigestellt werden und avancierte zum Freischulzen.
Neben den Freien gab es Kossäten. Mit diesem niederdeutschen Ausdruck werden Einwohner bezeichnet, die in der Kate wohnten, also verhältnismäßig ärmlich lebten.
Das soll meist die eingesessene Bevölkerung gewesen sein, was sich durchaus geändert haben kann.
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Die Weiterentwicklung „Crössins“
 
Man schrieb das Jahr 1585, so beginnt ein Bericht Reinhold Ottes mit der Überschrift „Zäher Kampf um den Hof“, den er an Hand alter, vergilbter und zerfranster Urkunden zusammengestellt und 1936 in der Neustettiner Kreiszeitung veröffentlicht hat.
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         „Als in dem Dorfe Crößin im Amte Neustettin aus Gottes des gerechten und allmechtigen Zorn die Pest hoffigk graßieret hatte. Viele Höfe waren ausgestorben und ganz und gar wust. Und weil Daniel Laffin damals furstorben, keine Kinder noch Brüder / sonder Schwestern hinter sich verlaßen/ und etzliche der Schwestern Sohne / neben ferneren anderen Fremden / Ihrer 14 um den Hoff in Meinigkeit geraten / und etzliche ohne der anderen Vorwißen / denselben um 80 FL (FL = Florin = Gulden) zu verkaufen, ordnete Jakob Heinrich Kleist, Schloßhauptmann des Herzogs Johann Friedrich von Pommern am 4. Juny 1586 an, daß Hannß Cuiadt den Hof übernehme.“
Gegen diese Anordnung zog Adrian Kleinschmidt, ein Neffe des Daniel Naffin, zu Felde.
Insgesamt sechsmal reiste er nach Stettin und sprach dort bei g.F.u.H. (gnädiger Fürst und Herr) bzw. dessen Amt, was wahrscheinlicher ist, vor.
Er erreichte es schließlich, daß er in den Hof gegen Zahlung von 5 Thalern immissioniert (eingesesetzt) wurde.
Das war dann um 1590.
Zu dieser Zeit ist also die Währung Florin (ein venezianisches Zahlungsmittel) auf Thaler umgestellt worden. Hannß Cujadt muss ein schlechter Bauer gewesen sein. Über ihn wird in dem Bericht weiter ausgeführt:
„Er sei eine umbtreibende Person / an vielen enden gewonet und vortrieben / wie den sulchs nutoria (offenkundig) /das er kurtz Jahre zu Vilnow, Kremerwinkel, Hasenfire, Poppeöow gewonnet und nirgend bestehen konne.“
Weiter kann aus dem Bericht entnommen werden, wie sich der g.H.u.F. Geld verschaffte.
Seine Durchlaucht verpfändeten einfach ganze Ortschaften. So wurde Crößin 1590 einem Peter Kameke zugeschlagen. Adrian Kleinschmidt widersetzte sich jedoch einer Pachtzahlung, weil sein Hof ein Koffhof (Kaufhof) war.
1590 wohnten insgesamt 24 Bauern und 6 Kossäten in Crößin. Darunter befanden sich folgende Familien:               Ziesemer
                                               Compelke
                                               Kujat
                                               Kleinschmidt
Pokrant, Peter, der Krüger.
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Reinhold Otte ist gebürtiger Groß Krössiner, er war Lehrer in Zülkenhagen, Groß Krössin und Deutsch Plassow.
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Einen weiteren Bericht über den Zustand Krössins
und über seine Einwohner im Jahre 1775,
also während der Regierungszeit Friedrich des Großen, hat W. Lemke aus Flacksee 1936 zusammengestellt.
Lemke war Lehrer in Flacksee und gebürtiger Balfanzer. Nach seinem Vorwort entnimmt er diesen Bericht aus umfangreichen Akten, die zur Erhebung der Generalpacht, welche Trinitatis (Sonntag nach Pfingsten) 1776 anlief, angelegt worden waren.
Hiernach wohnten im Amt Neustettin 3.9612 Personen.
Von den Bauern und Kossäten wurden 226 Landhufen bewirtschaftet vier Dörfer hatten über 300 Einwohner, nämlich Groß Küdde 432, Soltnitz 378, Persanzig 328, und Federborn 317. In Crößin war der Zustand des Dorfes nicht besonders. So fand sich niemand, der den eingefallenen Katen von Moritz Meyer aufbauen wollte, da die Stelle gänzlich versandet und kein Gartenplatz vorhanden war.
Folgende Neubauten waren auszuführen:
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Hans Göde                               1 Stall
Martin Otte                                      1 Scheune
Pt. Kleinschmidt                       Haus und Scheune
Martin Mundt                          Haus (Holz schon angefahren9
Martin Kleinschmidt                 Haus
Hans Pokrandt                          Haus und Stall
Friedrich Otte                        Scheune
Peter Göde                              Haus           
Michael Wentzel                      Stall
Christian Schubring                 Haus
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Im Bericht heißt es dann weiter:
Die Wirtschaftsweise dieses Dorfes ist nicht die beste, doch hätten die Abgaben immer noch bezahlt werden können.
Peter Kleinschmidt ist ein schlechter Wirt, der des Hofes entsetzt werden muß, maaßen derselbe in drei Jahren weder Prästände abgegeben noch einige Dienste verrichtet. Seine Gebäude sind eingefallen.
Die Wintersaat ist gut bestellt.
Obstbäume werden alle Jahre gepflanzt, doch wollen diesselben im Sand nicht bleiben.
„Tartoffeln und Wrucken wäre ihre beste Nahrung und bestreben sich dahin, des Hauses Nothdufft zu verschaffen.
Für das Dorf sind vorhanden an "Feuerinstrumenta":
1 Feuerküfen,
4 doppelte Sprützen,
2 große haken
dazu hat jeder Wirt
1 ledernen Eimer
eine Sprütze
einen Haken
und zwei Leitern.
Die Hufenzahl beträgt 17, das sind 122,5 ha. Hierbei kann es sich nur um das für die Landwirtschaft genutzte Land gehandelt haben, was man gemeinhin als unter dem Pflug bezeichnet.
Die Gesamtfläche des Dorfes ist größer. Nach grober Schätzung an Hand des Messtischblattes war die Gemarkung Krössin über 4qkm groß.
An Abgaben (Geldpacht, Hühnergeld, Hanfgeld, Spinngeld, Grundgeld, Schmiedezins, Dienstgeld und Pächte) waren 248 Thaler, 4 Groschen und 8§/8 Pfennige und für Kontribution (Kriegssteuer?) und Reutergeld (Rodungsgeld) 217 Thaler 11 Groschen und 6 Pfennig zu entrichten.
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Ansässig waren 1775: 1 Freischulz, 22 Bauern, 4 große Kossäten, 4 kleine Kossäten, 1 Büdner.
Drei Bauern, Jakob Otte, Christian Zahn und Michael Kleinschmidt, fahren die Post.
Die kleinen Kossäten haben kein Land, sondern nur einen Garten.
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Das Dorf hat 8 Einlieger (sie wohnten zur Miete), davon spinnen 5, 1 bettelt, 1 ist gebrechlich. Sie zahlen 6 Groschen Schutzgeld. Der Schneider Ch. Teske zahlt 16 Groschen Schutzgeld.
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Im Dorf befinden sich folgende Höfe, Häuser und Einwohner:
A     Freischulzen                          Martin Ratzmer
                                               Pächter Jakob Duberstein
B     Bauern                           1. )     Erdmann Bülow
                                               2. )    Hans Gaede
                                               3. )    Mich. Pokrant (Kolter)
                                               4. )    Mich. Pokrant (Knuth)
                                               5. )    Mart. Otte
                                               6. )    Jakob Otte
                                               7. )    Hans Mund
                                               8. )    Chr. Marrin
                                               9. )    Peter Kleinschmidt
                                               10. )   Mart. Mund
                                               11.)     Mart. Kleinschmidt
                                               12.)    Hans Pokrant
                                               13.)    Friedrich Otte
                                               14.)    Konrad Mandtke
                                               15.)    Gottfried Wenzel
                                               16.)    David Knop
                                               17.)    Gottfried Pokrant
                                               18.)    Mich. Kleinschmidt
                                               19.)    Peter Gaede
                                               20.)   Christian Zahn
                                               21.)    Peter Pokrant
                                               22.)   Michael Wentzel
C     Große Kossäten                       1. ) Christian Schubring
 
E     Büdner:                                   1. ) Sophia Pokrant
                                                        2. ) Altenburg; Kuhhirt
                                                        3. ) Kleinschmidt; Pferdehirt
                                                        4. ) Marrin; Schweinehirt
                                                        5. ) Hörnke; Schmied
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F     Einlieger:                                1. ) Lupcken                    spinnt
                                                        2. ) Böhnemann                spinnt
                                                        3. ) Pt. Kleinschmidt        gebrechlich
                                                        4. ) Ester Ratzmer          spinnt
                                                        5. ) Wentzel                   spinnt
                                                        6. ) Eva Gehrke               spinnt
                                                        7. ) Martha Renke           bettelt
                                                        8. ) Christian Teske + Frau       Schneider
 
Die Gesamteinwohnerzahl beträgt 240 Personen, davon sind 80 alte Leute und Kinder unter 10 Jahren.
Im Einzelnen gehören davon zu den Wirten: 34 Männer, 34 Frauen, 25 Söhne und 18 Töchter über 10 Jahren, 31 Söhne und 18 Töchter unter 10 Jahren.
 
Gesinde: 9 Knechte, 3 Jungen und 5 Mägde.
 
Einlieger: 1 Mann, 1 Frau, 1 Tochter unter 10 Jahren, 2 Söhne und 1 Tochter über 10 Jahren.
 
Alte Leute: 6 Männer und 11 Frauen.
 
Die größte Familie mit 6 Kindern hatte Küster Ristow
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Die Kirche zu Groß Krössin
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Die Kirche zu Crössin
 
 
Unsere massive Kirche ist sehr alt. Bei der Kirchenvisitation 1558 konnte niemand mehr das Jahr ihrer Erbauung angeben.
 
Sie lag fast mitten im Dorf, direkt an der von Villnow nach Lucknitz führenden Kreisstraße. Gegenüber, auf der westlichen Seite der Straße, lag das Grundstück des Schneidermeisters Emil Döring, dessen Frau Hebamme war. Neben Dörings wohnte die Familie des Sattlers Krüger, der der Glöckner unserer Kirche war. Nach dem 1. Weltkrieg war er kurze Zeit Gemeindevorsteher.
 
Im Turm der Kirche, die aus Fachwerk bestand und mit hölzernen Schallucken versehen war, hingen zwei Glocken unterschiedlicher Größe. Mit ihnen läutete der Glöckner, bzw. ein Mitglied seiner Familie, meistens war es seine Tochter Erna, am Sonnabendabend den Sonntag ein.
 
Am Sonntag riefen sie die Gläubigen zum Gottesdienst.
Außerdem zeigten sie an, wenn ein Mensch im Dorf verstorben war.
Wurde die kleine Glocke geläutet, so hatte ein Kind seine Krankheit nicht überstanden.
Erschallte die große Glocke, dann war ein Erwachsener entschlafen.
Fröhlich erklangen beide Glocken, wenn eine Hochzeit gefeiert wurde und das Brautpaar, gefolgt von Freunden und Verwandten, feierlich zur Trauung in die Kirche zog.
Sturm läuteten beide Glocken, wenn im Dorf Feuer ausgebrochen war. Neben den Glocken „ging“ gleichzeitig das Feuerhorn, das der Nachtwächter blies. Beide, Glocken und Horn riefen um Hilfe.
Früher, bis zum Anfang der 30iger Jahre, wurden die Glocken noch um 18 Uhr zur Vesper geläutet. Allen, die auf dem Hof oder auf den Feldern arbeiteten, läuteten sie zu, dass es für den heutigen Tag genug sei. Es war ein friedliches Bild, wenn alsbald, nachdem die Glocken schwiegen, Fuhrwerke und Herden dem Hof zustrebten, um baldige Ruhe zu genießen.
Anfänglich vermissten viele das abendliche Geläut, das weit über Dorf und Felder hin schallte und abendlichen Frieden verhieß.
 
    Das Kirchenschiff, das etwa 20m lang und 10m breit war, ist aus Feldsteinen gebaut worden. Die Außen- und Innenwände waren verputzt und weiß getüncht.
Die Kirche besaß sieben Fenster, je drei an den Längsseiten und eines an der Breitseite im Osten, und zwei Türen.
Das Hauptportal befand sich in der westlichen Breitseite unter dem Turm.
Die kleinere Tür war in die Südwand eingelassen.
Der Turm und das Kirchendach waren mit Ziegeln gedeckt.
Die Inneneinrichtung ist karg. Sie bestand aus Holzbänken mit Lehnen.
Auf den Chören standen einfache Bänke ohne Lehnen.
In den Gängen waren über dem Ziegelsteinboden Kokosläufer ausgerollt. Die hölzerne sechseckige Kanzel diente nur ihrem Zweck, sie war weder mit Ornamenten noch mit anderem Schnitzwerk versehen.
Das einzige Schmuckstück war der Altar mit seinem dreiteiligen Aufbau, auf dem die vier Evangelisten dargestellt waren.
Diese Nachbildung von Albrecht Dürers Werk war Pastor Hermann Tech (1896 – 1909) wohl gelungen. Er ging seinem Bruder Albert im Amt voraus.
 
Die Orgel der Kirche war gut bespielbar. Sie besaß neben der Tastatur Fußpedale über zwei Oktaven und an die Register. Frau Halwaß bediente den Blasebalg.
 
Auf dem Turm befand sich eine Wetterfahne mit Hahn. In die Fahne war die Zahl 1800 eingestanzt.
 
Der Platz, auf dem die Kirche stand, muss aufgeschüttet worden sein, denn er überragt das angrenzende Gelände um fast einen Meter. Der Kirchhof, der früher auch als Friedhof gedient hat, war mit einer Mauer aus Feldsteinen eingefriedet. An der Südseite, an der mit starkem Gefälle die verlängerte Mittelstege vorbeiführte, war die Mauer etwas 1,50m hoch.
 
Am Westtor standen drei Linden, die den Kirchturm überragten und, gemessen an ihrem Umfang, an die 100 Jahre alt sein konnten.
 
Auf den Südwestteil des Kirchhofes, der Kreisstraße zugekehrt, stand das Kriegerdenkmal. Jeder, der an der Kirche vorbeiging oder fuhr, sah es.
Das Denkmal war aus einer Art Zementbeton hergestellt. Auf einen quadratischen Sockel mir zwei Stufen stand eine viereckige, sich nach oben hin verjüngende etwa 2,5m hohe Säule, an deren vier Seiten die Namen der Gefallenen des 1. Weltkrieges eingemeißelt waren. Auf der Spitze trug sie eine Skulptur, die einen preußischen Adler mit weit ausgebreiteten Schwingen darstellte.
Gegenüber der Ecken der Grundplatte waren vier niedrige quadratische Pfeiler aufgestellt. An diesen Pfeilern, die mit Steinkugeln bewehrt waren, hingen schmiedeeiserne Ketten.
 
Vor dem Südportal stand ein zurechtgehauener Granitstein. Er war etwa 70 cm lang und besaß einen Umfang von 50cm. Oben im Stein befand sich eine etwa 10cm tiefe Mulde.
Er kann als Opfer- oder Taufstein gedient haben.
 
Im Osten und Süden war der Kirchhof mit einer Fliederhecke umgeben.
 
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Albert Tech war der letzte Pastor in Groß Krössin. Er war ein Bauernsohn und stammte aus Mariental um Kreise Pyritz. Er war fast 40 Jahre in unserer Heimat seelsorgerisch tätig. Seine Frau Olga war vor der Eheschließung Lehrerin in Österreich.
 
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Von zwei Ausnahmen abgesehen, hatte das kirchliche Leben in der Gemeinde mit seinen Gottesdiensten, Abendmahlen, Taufen, Trauungen und Konfirmandenunterricht, der stets mittwochs in der Schule abgehalten wurde, keine Besonderheiten. 
    Das sogenannte Aussingen scheint in anderen Gemeinden nicht üblich gewesen zu sein. Es fand bei Beerdigungen statt. An ihnen nahmen außer dem Pastor und der Trauergemeinde auch der Küster und ein von Schulmädchen gebildeter kleiner Chor teil. Sie sangen im Sterbehaus, auf dem Wege von dort zum Friedhof und am Grab Choräle.
 
    Ein besonderer Höhepunkt im Kirchenleben war die Einsegnung. Sie fand immer am Palmsonntag statt. Aus ihrem Anlass wurde die Kirche besonders geschmückt.
Deshalb zogen die Konfirmanden mehrere Wochen zuvor in die Wälder und holten „Grünes“. Das waren meist Preiselbeersträucher, Fuchsschwanzranken und Fichtenzweige. Das Grünzeug wurde üblicherweise in einer Scheune gelagert und dann dort zu Girlanden verarbeitet. Mit ihnen und Sträußen aus Fichtenzweigen wurde die Kirche innen und außen am Portal geschmückt. Außerdem wurden Girlanden zwischen den Kastanien vor dem Pastorhaus und den Linden vor der Kirche gezogen.
Die Konfirmanden aus Borntin, Villnow und Krössin trafen sich am Pastorhaus und gingen von dort aus, dem Pastor folgend, voraus die Mädchen, singend in die Kirche.
Für die Einsegnungssprüche erhielt der Pastor fast von jedem Konfirmanden ein Douceur.
 
Dass die Jungen, beim „Grünes holen“ mit den gleichaltrigen Mädchen Schabernack trieben, versteht sich.
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Pastoren zu Groß Krössin
seit der Reformation bis 1945
 
Der hiesige Pastor ist auch zugleich Posthalter, weil die über Belgard nach Neustettin und seit 01.10.1797 von und nach Bärwalde und Polzin fahrende Post hier ihre Abwechslung hat, wofür er jährlich eine Douceur empfängt.
 
Die Kirche zu Krössin, welche massiv ist und schon seit Jahren der Einsturz droht, muss sehr alt sein.
Schon 1558 konnte niemand mehr das Jahr ihrer Erbauung angeben
 Aus „Pfarrer Pommern Teil II“
 
01. Peter (Petrus) Krüger                       1550 – 1610
 Zu seiner Zeit wurde die Kapelle
 zu Borntin angelegt.
02. Jakob Walter                          seit 1610 hier im Amt.                   
      War Adjunkt des Pastors Krüger.
03. Samuel Nomeccius                            1616 – 1630
 Er starb 1630 an der Pest.
04. Heinrich Lülze                                 1632 – 1638
05. Martin Winckler                              1638 – 1673
06. Christian Heucke                              1673 – 1694
Erstarb 1694.
07. Johann Gohr                                    1694 – 1696
Er war zuvor Geistlicher unter dem
Papst und hatte 1693 konvertiert.
In Groß Krössin seine einzige
Pastorenstelle.
08. Johann Georg Bolduan                       1697 – 1723
09. Friedrich Hahn                                 1724 – 1730
10. Andreas Reineck                               1731 – 1738
11.  Johann Gust                                      1738 – 1760
12. Martin Joachim Wilde                       1762 – 1788
13. Johann Christoph Ulrich                     1789 – 1808
14. Johann Wilhelm Schmidt                    1808 – 1810
15. Johann Daniel Meibauer                    1810 – 1812
16. David Martin Bulpius                         1813 – 1820
17. Karl Friedrich Gottfried Schweder    1820 – 1821
Der am 06.01.1821 in dieses Pfarramt
berufene Pastor Agrikola
verzichtete 1822 auf diese Stelle.
18. Friedrich Wilhelm Georg Schädel       1823 – 1827
19. Karl Thümmel                                    1827 – 1834
20.August Rudolf Freymuth                    1835 – 1866
21.Johann Heinrich Hermann Voigt           1867 – 1895
22.Hermann Albert Friedrich Tech         1896 – 1909
23.Franz Albert Ferdinand Tech             1910 - 1945
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Legende des Pastor Gust (1738-  1760)
 
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Von den Kosaken war er seines Viehs beraubt worden, und er eilte ihnen nach in der Hoffnung, irgendwo einen Offizier anzutreffen, durch den ihm von den Tieren etwas zurückgegeben würde, er hatte sich beim ereilen so erhitzt, dass er bei Schwartow im Sande niederfiel und am 30. Juli  1760 seinen Geist aufgab.
      
         Die Erinnerung an den mutigen Pastor Gust lebte in Krössin fort. Jedoch wusste man nicht mehr, wann Pastor Gust den Tod fand. Außerdem soll Gust nach der hier umlaufenden Version nicht einem Hitzschlag erlegen, sondern von den Kosaken erschlagen worden sein. Diese sollen dann den Leichnam in einen nahe vorbeifließenden Bach geworfen haben, so dass sich dessen Wasser vom Blut trübte. Deshalb nannten wir den Bach „Trübgust“, auch wenn er auf dem Messtischblatt Triebgust heißt.
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Flurnamen in Groß Krössin
 
 
1.     Der Müllerkamp
2.     Der Kamp
3.     Unter Döbel
4.     Die Hufen
5.     Der Vieer
6.     Die Dowlatsch
7.     Der Ochsengraben
8.     Der Herzkoppscheberg
9.     Der Zählt
10.   Der Pankroffsberg (Pankratius)
11.   Der Langafurth (foort)
12.   Der Diestelkamp
13.   Der Ziegenberg
14.   Der Kreuzberg
15.   Der Küsterberg ( Köstebaag)
16.   Der Binjenberg
17.   Die Moränen
18.   Der Rosengarten
19.   Der Bockwinkel
20. Der neue Teich
21.   Die Kimmelsberge
22. Die Hükniermösse
23. Das Herrenmoor
24. Die Fuchsmösse
25. Die Sandmösse
26. Das Birkmoor
27. Das Torfmoor
28. Die Plenkenheide
29. Die Wurten
22. – 29. Hinter den Lehmkulen 
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Der Gemeindebezirk Groß Krössin bestand aus folgenden Gemeinden:
 
 
 
 
Groß Krössin
Balfanz
Borntin
Karlsdorf
Burghof
Glasenapp
Grünewald
Naseband
Villnow
Wusterhanse
Zechendorf
Zülkenhagen
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Rittergüter um Krössin und deren Besitzer
 
 
 
Balfanz: von Rittberg
Zuch: von Gaudecker
Döbel: von Manteufel
Naseband: von Zastrow
Borntin: von Snetlage
Drenow: von Vitzow
Krössin: von Kleist
Lucknitz: von Heydebreck
Gut Oberhof: Schulz
Gut Karlshöhe: Schulz später  Pagel
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Das Heimatkreismuseum des Kreises Neustettin stellte uns freundlicher Weise einige Seiten zur Verfügung, die wir hier einstellen.

Auszug aus einer alten Schrift des Amtes Neu Stettin:
 
(Jahr unbekannt, Rechtschreibung im Original)
Groß -Crössin, 3 Meilen von Neu- Stettin nordwestwärts und eben so weit von Belgard
südostwärts, an der Persante, hat, außer einem Vorwerk, 1 Prediger, 1 Freyschulzen,
1 Küster, 22 Bauern, außer einem Bauernhofe, so sich bey dem Vorwerke befindet,
4 große und 4 kleine Coßäthen, 3 Büdner, 1 Hirtenhaus, so aus 3 Feuerstellen besteht,
1 Schmiede, 1 Predigerspeicher, 1 Bauerspeicher, 42 Feuerstellen, eine zu der
Neu -Stettinschen Synode gehörige Mutterkirche, deren Filial das Dorf Borntin ist
und zu welcher das Vorwerk Schwartow, die Sandmühle und das Dorf Vilnow eingepfarrt
sind, keine Holzung und gränzt an die Dörfer Vilnow, Zuchen, Zülkenhagen, Balfanz,
Döbel und Kiekow.
 
In dem Dorfe Groß - Crössin ist eine Poststelle und das Predigerhaus ist zugleich das Posthaus,
indem die von Cörlin nach Neu - Stettin fahrende Post hier wöchentlich zwei mahl
durchgehet. Auch werden von hier die Briefe wöchentlich zwei mahl nach der Stadt
Bärwalde durch einen Postboten abgeholt.
 
Groß - Crössin war ehemals Lehn der von Triddemer, nach deren Abgang es dem
Amte Neu-Stettin einverleibet, von dem Herzoge Johann Friedrich aber, nach der 1590
am Michaelistage erteilten Verschreibung, dem Obercämmerer und fürstlichen Rathe
Peter Kainekezu Lassebne verliehen wurde. Dieser trat dagegen das Dorf Darz, welches
er außer 11 Hufen, so Joachim Stettin daselbst besaß, und 5 Hufen,
die, nach der oben erwähnten Verschreibung, der Kirche zu Resehl zuständig seyn sollen,
für 9500 Gulden von Jost und Curt von Dewitz zu Daber erblich gekauft hatte,
dem fürstlichen Hause und Amte Friedrichswalde gänzlich unter der Bedingung ab, daß
er und seine Erben das Dorf Groß - Crössin, worinn nach dem damals aufgenommenen
Inventarium, 24 Bauern mit dem Freyschulzen, eine Kirche mit 2 Hufen, ein Pfarrhof mit
2 Hufen etliche Kämpen, Kaveln und Wiesen, eine Küsteren, 6 Crosäthen und 2 Mühlen waren,
so lange besitzen sollten, bis ihnen die oben erwähnte Summe der 9500 Gulden wieder ausgezahlet
seyn würde. Nachdem aber auf den Antrag der Pommerschen Landstände war beschloßen worden,
daß alle und jede veräußerte Tischgüter wieder eingezogen werden sollten, wurde das Dorf
Groß- Krössin nach dem Befehl des Herzogs Barnim vom 29. April 1600 dem Amte
Neu- Stettin wieder einverleibet.
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Groß - Crössin hat 621 Morgen, 11 Ruthen, 8 Vorwerke sandigen Acker und die Dienste von
19 Bauern und den 4 grossen Cosäthen in dem Dorfe Groß- Crössin.
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.Neuigkeiten aus der Verwaltung.

Seine Majestät der Kaiser und König haben zur Unterstützung derjenigen Personen in Groß Crössin Kreis Neustettin, welche durch den am 12. Juni des Jahres 1883 daselbst stattgehabten Brand geschädigt worden sind, einen Betrag von 10,000 ℳ zu bewilligen geruht.

 Auszug der Amtspresse der Staatsbibliothek in Berlin

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Auszug aus dem Pommerschen Heimatkalender von 1926
Großkrössin
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1006 Einwohner,
eigene Post und Kirche.
Amtsvorsteher: Herr Major von Kleist
Gemeindevorsteher: Herr Erich Schewe
Pastor: Herr Albert Tech
Lehrer: Herren Pagel, Witt und Ristow.
Vereine: Kriegerverein, Geselligkeitsverein, Jugendverein.
Spar- und Darlehenskasse e.g.m.b.H. Großkrössin
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1924 wurden
29 Geburten,
11 Eheschließungen und
14 Todesfälle amtlich bestätigt.
Vom 01. Januar 1925 bis zum 01. Juli 1925 wurden amtlich bestätigt:
10 Geburten,
8 Eheschließungen und
9 Todesfälle.
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Hundessperre vom 01.04.1925 bis 22.06.1925 infolge Tollwut eines Hundes in Wusterhanse.
Am 16.02.1925 errettete Schneidermeister Ernst Döring den Sohn des Gastwirts Gutzke mit Lebensgefahr vom
Tode des Ertrinkens.
Am 02. August 1924 fand ein Königsschießen des Kriegervereins sowie am 10. August 1924 ein Königsschießen
des Vereins Geselligkeit statt.
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Das Amt Neu- Stettin
Folgende Mühlen, welche außer der Windmühle zu Streitzig, sämtlich Erb- und Lehnmühlen sind, als:
1) Die Crößiner Obermühle mit einem oberschlägigen Gange und
2) Die Crößiner Sandmühle, die auf dem Crößinschen Felde gegen Osten  liegt und ebenfalls einen oberschlägigen Gang hat. Die Zwangsmahlgäste der Crößinschen Ober- und Sandmühle sind die Einwohner des Dorfes Crößin.
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.Aus dem Neustettiner Kreisblatt:
Freunde der Botanik, welche ihre Umgebung in floristischer hinsicht untersucht haben und Ihre
Beobachtungen im Interesse der Wissenschaft mitteilen wollen,
werden gebeten, ihre Adresse unter Chiffre: H.G.B. Gross-Crössin einzusenden.
Kreisblatt Nr. 24/1864
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